Brent: Potenzielles Dilemma!

Diplomatische Entspannung zwischen USA und Iran reduziert die Risikoprämie am Ölmarkt, doch ein prognostiziertes Überangebot belastet die mittelfristige Preisentwicklung.

Die Kernpunkte:
  • Geopolitische Spannungen durch Gespräche reduziert
  • IEA prognostiziert deutliches globales Überangebot
  • OPEC+ pausiert geplante Produktionserhöhungen
  • Technische Marken zeigen weiteres Abwärtsrisiko

Die diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Maskat sorgen am Ölmarkt für eine Atempause. Während die Angst vor einer unmittelbaren Eskalation im Nahen Osten schwindet, rücken fundamentale Marktdaten wieder stärker in das Blickfeld der Händler. Doch reicht die diplomatische Entspannung aus, um den Abwärtstrend dauerhaft zu stoppen?

Der Referenzpreis für Nordseeöl reagierte zum Wochenschluss mit leichter Schwäche und notierte bei 67,92 USD. Marktbeobachter führen dies vor allem auf den Abbau der geopolitischen Risikoprämie zurück, die zuvor auf fünf bis acht US-Dollar geschätzt wurde. Da die Gespräche im Oman am Freitag als „guter Start“ bezeichnet wurden, wich die Sorge vor einer Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus einer vorsichtigen Abwarteshaltung.

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Fundamentales Überangebot belastet

Trotz der politischen Entspannung bleiben die mittelfristigen Aussichten für den Ölpreis gedämpft. Die Internationale Energieagentur (IEA) zeichnet für das laufende Jahr ein deutliches Bild, das über kurzfristige diplomatische Erfolge hinausgeht.

Die wichtigsten Marktfaktoren:
* Diplomatie: Indirekte Gespräche in Maskat reduzieren geopolitische Spannungen.
* Marktbalance: IEA prognostiziert für 2026 ein globales Überangebot von 1,6 Millionen Barrel pro Tag.
* Angebotspolitik: Die OPEC+ pausiert geplante Produktionserhöhungen im März, um den Preis zu stützen.
* US-Bestände: Schwere Winterstürme sorgten zuletzt für sinkende Lagerbestände und verhinderten einen stärkeren Kursrutsch.

Die Strategie der OPEC+, die für März geplante Förderausweitung aufgrund saisonaler Faktoren auszusetzen, stützt das aktuelle Preisniveau zwar punktuell. Das strukturelle Überangebot, welches auch von der US-Energiebehörde EIA bestätigt wird, lastet jedoch weiterhin auf der langfristigen Preisentwicklung.

Technische Marken im Fokus

Nach einem Rückgang von 1,61 % in der vergangenen Woche befindet sich Brent Crude technisch in einer interessanten Zone. Mit einem RSI von 40,5 ist der Rohstoff derzeit weder überkauft noch massiv überverkauft, was Raum für Bewegungen in beide Richtungen lässt. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von 63,77 USD beträgt aktuell rund 6,5 %.

In der Handelswoche ab dem 9. Februar liegt das Augenmerk der Trader auf dem kurzfristigen Widerstand bei 70,65 USD. Solange der Preis unter dieser Marke verharrt, bleibt das Risiko eines Rückfalls in Richtung des Bereichs um 60 USD bestehen. Erst ein nachhaltiger Anstieg über die 76-Dollar-Marke würde den aktuellen Abwärtstrend technisch brechen und den Weg für eine Erholung in Richtung des 52-Wochen-Hochs von 69,46 USD freimachen.

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