British American Tobacco Aktie: Zwischendividende festgelegt
British American Tobacco zahlt 61,26 Pence je Aktie, zieht weitere Titel ein und steht zugleich vor neuen regulatorischen Herausforderungen.

- Dritte Dividendenrate beträgt 61,26 Pence
- 500.000 Aktien über Goldman Sachs erworben
- Britische Konsultation endet am 2. Oktober
- Deutsche Bank und Jefferies empfehlen Kauf
British American Tobacco treibt die Ausschüttungen an seine Anteilseigner planmäßig voran. Der Tabakkonzern hat die formalen Konditionen für die dritte Zwischendividende des Geschäftsjahres 2025 festgelegt. Demnach erhalten Aktionäre am 6. November 2026 eine Tranche von 61,26 Pence je Stammaktie. Über das gesamte Geschäftsjahr hinweg summiert sich die Zwischendividende auf 245,04 Pence, aufgeteilt auf vier identische Raten.
Die Festlegung unterstreicht die verlässliche Ausschüttungspolitik des Unternehmens, die für viele Investoren das Kernargument der Anlage bleibt. Für Anleger, die über das südafrikanische Register investiert sind, wurden parallel die Umrechnungskurse bestimmt. Der maßgebliche Stichtag für den Dividendenanspruch, das sogenannte Record Date, ist für alle Aktionäre auf den 2. Oktober 2026 terminiert.
Eingezogene Aktien stützen den Gewinn je Aktie
Parallel zu den Dividenden hält der Vorstand am Abbau der ausstehenden Aktien fest. Im Rahmen des im März 2024 initiierten Rückkaufprogramms erwarb British American Tobacco Mitte September weitere 500.000 Anteilsscheine über Goldman Sachs International. Diese Papiere werden eingezogen, wodurch sich die Anzahl der stimmberechtigten Aktien am Markt weiter verringert.
Am Markt spiegelt sich diese stetige Kapitalrückführung bisher nur verhalten wider. Gestern schloss die Aktie im Handel bei 48,71 Euro. Damit notiert das Papier rund 4,2 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 50,86 Euro.
Regulatorischer Gegenwind und strategischer Wandel
Der Konzern agiert in einem anhaltend anspruchsvollen Umfeld. Während das Management die Transformation vorantreibt, drohen auf wichtigen Märkten neue Beschränkungen. In Großbritannien läuft aktuell eine Regierungskonsultation zu schärferen Vorgaben für Verpackungen sowie Auslageverboten für E-Zigaretten, die am 2. Oktober 2026 endet.
Tolga Kilic, Commercial Director für Großbritannien und Irland bei British American Tobacco, verwies in diesem Zusammenhang auf Schätzungen, nach denen betroffenen Händlern durch Auslageverbote Belastungen von mehr als 420 Millionen GBP drohen könnten.
Auch im traditionellen Zigarettengeschäft kämpft die Branche regional mit Problemen. In Südafrika führten die massiven Marktanteile des illegalen Handels bereits zur Schließung des Produktionswerks in Heidelberg.
Bei den Analysten gehen die Meinungen zur künftigen Entwicklung entsprechend auseinander. Während die Deutsche Bank und Jefferies die Aktie mit einer Kaufempfehlung einstufen, zeigt sich das Analysehaus RBC für die weiteren Aussichten skeptisch.
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