Broadcom: 10,7 Milliarden AI-Umsatz in Q2 erwartet
Broadcom präsentiert neue, stromsparende Netzwerkchips und profitiert weiter vom starken KI-Geschäft mit Milliardenumsätzen.

- Neue Glasfaser- und Wi-Fi-8-Chips
- KI-Umsatz verdoppelt auf 8,4 Milliarden
- Aktienrückkäufe und Dividende erhöht
- Langfristige Verträge mit Tech-Giganten
Broadcom hat den letzten Handelstag im April mit einem doppelten Signal beendet: starke Quartalszahlen im Rücken, neue Netzwerkhardware im Schaufenster. Der Kurs schloss bei 353,35 Euro — knapp zwei Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat die Aktie fast 20 Prozent zugelegt.
Neue Chips für die Glasfaser-Welt
Am 30. April stellte Broadcom drei neue Halbleiter vor. Den Kern bildet der BCM68565, ein System-on-Chip mit 10-Gbps-Glasfaser-Anbindung. Dazu kommen zwei Wi-Fi-8-Funkmodule der vierten Generation. Alle drei Chips zielen auf den Massenmarkt: Heimgateways und Zugangspunkte, die heute noch über Kupfer- oder Koaxialkabel laufen.
Ein technisches Detail sticht heraus: Die neuen Chips verbrauchen im Spitzenbetrieb 25 Prozent weniger Strom als ihre Vorgänger. Erste Muster gehen bereits an Partnerhersteller. Marktbeobachter werten den Schritt als Versuch, die Abhängigkeit vom Rechenzentrumsgeschäft zu verringern.
KI bleibt der eigentliche Wachstumsmotor
Das Netzwerkgeschäft ist Ergänzung, nicht Kern. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Broadcom einen Gesamtumsatz von 19,31 Milliarden Dollar — ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das KI-Chipgeschäft allein brachte 8,4 Milliarden Dollar ein, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.
Für das laufende Quartal rechnet das Management mit KI-Erlösen von rund 10,7 Milliarden Dollar. Das wäre ein Anstieg von 140 Prozent gegenüber dem Vorjahr. CEO Hock Tan formulierte ein konkretes Ziel: Bis 2027 will das Unternehmen kumuliert über 100 Milliarden Dollar mit KI-Chips verdienen. Der aktuelle Auftragsbestand stützt diesen Anspruch — er liegt bei 73 Milliarden Dollar.
Hyperscaler als Wachstumsgaranten
Hinter diesen Zahlen stehen langfristige Verträge mit den größten Technologiekonzernen der Welt. Mit Meta läuft eine Vereinbarung zur gemeinsamen KI-Chip-Entwicklung bis 2029. Google bezieht Tensor Processing Units bis 2031. Ab 2027 kommt OpenAI als weiterer Großkunde hinzu.
Das Kapital fließt auch zurück an die Aktionäre. Im ersten Quartal schüttete Broadcom insgesamt 10,9 Milliarden Dollar aus — 7,8 Milliarden über Aktienrückkäufe, 3,1 Milliarden als Dividende. Ein neues Rückkaufprogramm über 10 Milliarden Dollar wurde genehmigt. Die Quartalsdividende liegt bei 0,65 Dollar je Aktie und wurde zum 15. Mal in Folge angehoben.
Das Bewertungsniveau spiegelt die Erwartungen wider. Das Forward-KGV liegt bei rund 38. Mizuho hält an seiner Einschätzung „Outperform“ fest und sieht das Kursziel bei 480 Dollar — der Analystenkonsens liegt bei knapp 470 Dollar. Ob das KI-Wachstum dieses Niveau rechtfertigt, wird spätestens der nächste Quartalsbericht zeigen: Broadcom legt die Q2-Zahlen traditionell im Juni vor.
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