Broadcom Aktie: 22,19 Milliarden Rekordumsatz, Kurs fällt 6,61%
Broadcom übertrifft Gewinnerwartungen, doch der Aktienkurs fällt. KI-Wachstum bleibt stark, aber Ausblick enttäuscht Händler.

- Rekordumsatz von 22,19 Milliarden Dollar
- KI-Geschäft wächst um 143 Prozent
- Aktie verliert über 6 Prozent am Freitag
- Ex-Dividenden-Termin am 22. Juni
Rekorderlöse, starkes KI-Wachstum — und trotzdem ein Kurssturz. Broadcom hat in der vergangenen Woche gezeigt, wie hoch die Erwartungen im KI-Halbleitersektor inzwischen gesetzt sind.
Zahlen gut, Reaktion schlecht
Broadcom meldete für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Rekordumsatz von 22,19 Milliarden Dollar — ein Plus von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,44 Dollar und übertraf die Konsensschätzung von 2,40 Dollar. Das KI-Geschäft wuchs um 143 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar.
Kein Wunder also, dass die Erwartungen hoch waren. Das Management hielt sein KI-Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2027 bei „über 100 Milliarden Dollar“ — ohne Anhebung. Institutionelle Händler hatten offenbar auf mehr gehofft. Der KI-Umsatzausblick für das dritte Quartal von 16 Milliarden Dollar blieb ebenfalls hinter inoffiziellen Schätzungen zurück. Die Folge: klassisches „Sell the News“.
Kursdruck und technische Lage
Die Aktie schloss den Freitag bei 336,75 Euro — ein Tagesverlust von 6,61 Prozent und ein Wochenminus von über 12 Prozent. Damit fiel der Kurs unter den 50-Tage-Durchschnitt von 340,86 Euro, der nun als nächste Widerstandszone gilt.
Der RSI liegt bei 41,0 — noch kein überkauftes Territorium, aber die Aktie nähert sich der 30er-Marke. Vom 52-Wochen-Hoch bei 429,60 Euro, das erst am 3. Juni markiert wurde, trennen den Kurs inzwischen mehr als 21 Prozent.
Dividende und Ausblick
Ein konkreter Termin rückt in den Fokus: Am 22. Juni 2026 ist Ex-Dividende-Tag. Wer bis dahin Aktionär ist, erhält am 30. Juni eine Quartalsdividende von 0,65 Dollar je Aktie.
Fundamental stützt ein KI-Auftragsbestand von über 30 Milliarden Dollar die Perspektive. Allerdings drücken makroökonomische Faktoren auf die Stimmung. Aktuelle Arbeitsmarktdaten haben eine Rotation aus Wachstumstiteln in Sektoren wie Gesundheit und Finanzwerte ausgelöst. Ob diese Bewegung in der neuen Handelswoche nachlässt, wird darüber entscheiden, ob Broadcom eine Stabilisierung findet — oder der Druck anhält.
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