Broadcom Aktie: Cathie Wood greift lieber zu Nvidia

Broadcoms Umsatz und KI-Halbleitergeschäft wuchsen im dritten Quartal stark; die Dezemberzahlen sollen den Wachstumskurs weiter einordnen.

Die Kernpunkte:
  • ARK veräußerte 410.559 Broadcom-Anteile
  • Nvidia-Aktien wurden gleichzeitig zugekauft
  • Quartalsumsatz stieg um 86 Prozent
  • KI-Umsatzprognose für 2027: 115 Milliarden US-Dollar

Cathie Woods ARK-Fonds haben gestern 410.559 Broadcom-Aktien verkauft und zugleich Nvidia-Aktien gekauft. Die Umschichtung trifft auf kräftiges Geschäftswachstum bei Broadcom. Für Anleger rückt damit die Frage in den Vordergrund, ob das Unternehmen seine hohen Erwartungen an das KI-Geschäft erfüllen kann. Der nächste Prüfstein sind die für den 9. Dezember angekündigten Quartalszahlen.

Die Transaktionen setzen innerhalb des KI-Sektors unterschiedliche Akzente: ARK reduzierte Broadcom und stockte Nvidia auf. Ein konkreter Grund für den Broadcom-Verkauf wurde dabei nicht genannt. Die operative Entwicklung liefert unterdessen Argumente für das Unternehmen, sofern sich das starke Wachstum wie prognostiziert fortsetzt.

Kräftiges Wachstum als Gegengewicht

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 steigerte Broadcom den Umsatz um 86 Prozent auf 29,6 Milliarden US-Dollar. Damit steht dem Verkauf durch ARK eine deutlich gewachsene Geschäftsbasis gegenüber.

Besonders dynamisch entwickelte sich das KI-Halbleitergeschäft. Dieser Bereich steht auch im Mittelpunkt der weiteren Umsatzprognosen. Für Anleger hängt deshalb viel davon ab, wie zuverlässig Broadcom die angekündigte Expansion in tatsächliche Erlöse umsetzen kann.

Der KI-Halbleiterumsatz erreichte im Berichtsquartal 16,7 Milliarden US-Dollar und lag damit 221 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Nettogewinn stieg zugleich um 216 Prozent.

Das spricht für eine bislang starke Umsetzung des Wachstums, sofern Broadcom diese Dynamik auch in den kommenden Berichtsperioden aufrechterhält. Der ARK-Verkauf setzt einen anderen Akzent als die jüngsten Geschäftszahlen: Während die Fonds ihre Position reduzierten, stellt das Unternehmen weiteres kräftiges Wachstum in Aussicht.

Dezember-Zahlen müssen Erwartungen tragen

Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 prognostiziert Broadcom rund 34,8 Milliarden US-Dollar Umsatz. Davon sollen 21,7 Milliarden US-Dollar aus KI-Halbleitern stammen.

Die Erwartung weiterer Zuwächse stützt die Geschäftsperspektive, sofern Broadcom die angekündigten Erlöse erreicht. Umgekehrt wiegen mögliche Verzögerungen schwerer, wenn Anleger bereits mit einer anhaltend schnellen Expansion rechnen. Damit wird die Erfüllung der eigenen Prognosen zum entscheidenden Maßstab.

Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Broadcom rund 115 Milliarden US-Dollar KI-Halbleiterumsatz. Nach Unternehmensangaben wäre das etwa eine Verdoppelung. Die für den 9. Dezember geplante Ergebnisvorlage bietet den nächsten Termin zur Überprüfung des Wachstumskurses.

Für Broadcom spricht somit das kräftige operative Wachstum. Gegen eine vorschnelle Entwarnung sprechen die hohen Erwartungen, sofern die kommenden Zahlen dahinter zurückbleiben. Entscheidend für die weitere Einordnung sind deshalb die tatsächlichen Umsätze und der Ausblick des Unternehmens.

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