Broadcom Aktie: Insider-Verkauf sorgt für Unruhe
Der millionenschwere Aktienverkauf der Broadcom-CFO sorgt für Kursrücksetzer, während Analysten den Halbleiterkonzern als Top-Favorit für 2026 sehen und ein Rekord-Auftragsbestand die Bewertung stützt.

- CFO verkauft Aktien im Wert von 10,4 Millionen Dollar
- Bank of America sieht Broadcom als Top-Chip-Aktie für 2026
- Rekord-Auftragsbestand von 73 Milliarden Dollar im KI-Bereich
- Nächste Quartalsbilanz im März im Fokus der Anleger
Die Broadcom-Aktie sendet zum Jahresstart widersprüchliche Signale an die Anleger. Während die Bank of America den Halbleitergiganten als Top-Favoriten für 2026 ausruft, nutzen Führungskräfte die hohen Kurse, um Kasse zu machen. Ein millionenschwerer Anteilsverkauf von Finanzchefin Kirsten M. Spears drückt aktuell auf die Stimmung und wirft die Frage auf: Ist das nur eine kurze Konsolidierung oder ein Warnsignal?
Gewinnmitnahmen auf hohem Niveau
Auslöser für den jüngsten Kursrücksetzer ist eine Transaktion von CFO Kirsten M. Spears. Laut SEC-Unterlagen vom 5. Januar veräußerte die Finanzchefin am Silvestertag 30.000 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 347,82 US-Dollar. Dieser Verkauf im Volumen von rund 10,4 Millionen US-Dollar entspricht einer Reduzierung ihres direkten Bestands um fast 10 Prozent.
Marktteilnehmer nutzten diese Nachricht für Gewinnmitnahmen, nachdem das Papier in den letzten zwölf Monaten bereits um rund 50 Prozent zugelegt hatte. Der Kursrutsch unter die Marke von 345 US-Dollar spiegelt die kurzfristige Verunsicherung wider, auch wenn Insider-Verkäufe nach einer solch starken Rally nicht unüblich sind.
Institutionelle Unterstützung bleibt stark
Trotz des Insider-Verkaufs stellen sich institutionelle Investoren gegen die Skepsis. Die Bank of America bekräftigte am Dienstag ihre Kaufempfehlung und listete Broadcom neben Nvidia und AMD als einen der “Top Chip Stocks” für 2026. Die Analysten sehen den aktuellen Rücksetzer eher als technische Korrektur denn als fundamentale Schwäche.
Als Haupttreiber identifiziert die Bank Broadcoms dominierende Position bei Ethernet-Netzwerken für KI-Rechenzentren sowie das Geschäft mit kundenspezifischen Chips (ASICs). Parallel dazu sorgt die laufende CES 2026 in Las Vegas, bei der KI-Infrastruktur ein zentrales Thema ist, für anhaltendes Interesse an Hardware-Zulieferern.
Rekord-Auftragsbestand stützt Bewertung
Fundamental untermauert wird der Optimismus durch die jüngsten Geschäftszahlen. Im abgelaufenen vierten Fiskalquartal übertraf der Konzern mit einem Umsatz von 18,02 Milliarden US-Dollar die Erwartungen. Wesentlich relevanter für die langfristige Bewertung ist jedoch der massive Auftragsbestand im KI-Bereich, der sich auf 73 Milliarden US-Dollar beläuft. Dies bietet eine hohe Planungssicherheit für die kommenden 18 Monate.
Charttechnisch bleibt das Bild trotz des Dämpfers konstruktiv. Zwar scheiterte die Aktie zuletzt am Widerstand bei ca. 355 US-Dollar, notiert aber weiterhin deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 263,75 US-Dollar, was den langfristigen Aufwärtstrend bestätigt.
Ausblick: Fokus auf März-Zahlen
Der Blick der Anleger richtet sich nun auf die nächste Quartalsbilanz im März. Das Management hat für das erste Fiskalquartal 2026 bereits Erlöse von rund 19,1 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt, getrieben durch die Nachfrage nach KI-Beschleunigern und VMware-Software. Mit einem durchschnittlichen Kursziel der Analysten von rund 437 US-Dollar besteht trotz der aktuellen Insider-Verkäufe theoretisch noch deutliches Aufwärtspotenzial, sofern die wichtige Unterstützungszone bei 336 US-Dollar in den kommenden Tagen verteidigt wird.
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