Broadcom Aktie: KI drückt Margen
Broadcom meldet Rekordumsätze durch KI, doch sinkende Bruttomargen verunsichern Anleger. Analysten bleiben trotz Kursverlusten langfristig optimistisch.

- Umsatzwachstum von 28 Prozent auf 18 Mrd. Dollar
- KI-Erlöse explodieren um 74 Prozent
- Bruttomargen sinken um etwa 100 Basispunkte
- Dividende wird zum 15. Mal in Folge erhöht
Broadcom liefert Rekordzahlen, doch die Anleger ziehen die Reißleine. Das Unternehmen steckt in einem Dilemma: Das boomende KI-Geschäft treibt zwar den Umsatz massiv an, drückt aber gleichzeitig spürbar auf die Profitabilität. Diese Diskrepanz zwischen Wachstum und Marge verunsichert den Markt tiefgreifend.
Erfolg wird teuer
Der Halbleiterriese hat mit seinen jüngsten Quartalszahlen eigentlich geliefert. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 18 Milliarden Dollar, getrieben von einer Explosion der KI-Erlöse um 74 Prozent. Dennoch reagiert die Börse verschnupft. Der Grund liegt in der Profitabilität: CFO Kirsten Spears kündigte an, dass die Bruttomargen im ersten Quartal 2026 um etwa 100 Basispunkte sinken werden.
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Das Problem ist struktureller Natur. Die kundenspezifischen KI-Prozessoren, die Broadcom herstellt, werfen schlichtweg geringere Margen ab als das angestammte Software- und Halbleitergeschäft. Je größer der Anteil der KI-Sparte am Gesamtumsatz wird, desto stärker gerät die durchschnittliche Profitabilität unter Druck.
Das Oracle-Signal
Zusätzlich belastet die allgemeine Stimmung im Sektor den Kurs, der aktuell bei 280,85 Euro notiert. Investoren reagierten nervös auf Nachrichten von Oracle, wo massive Ausgabensteigerungen für die Infrastruktur Fragen zur Finanzierbarkeit des KI-Booms aufwarfen. Diese Sorgen übertrugen sich direkt auf Broadcom. Marktbeobachter sehen darin Anzeichen einer allgemeinen Verunsicherung bezüglich der Kapitalkosten im KI-Sektor.
Trotz der aktuellen Kursverluste – auf 7-Tages-Sicht gab das Papier fast 19 Prozent nach – bleiben Analysten optimistisch. Banken wie UBS, Truist und Deutsche Bank haben ihre Kursziele zuletzt sogar angehoben und verweisen auf das langfristige Potenzial. Auch das Management zeigt sich zuversichtlich und erhöhte die Dividende um 10 Prozent, was die fünfzehnte jährliche Anhebung in Folge markiert.
Zentraler Belastungsfaktor
Kurzfristig richten sich die Blicke nun auf die US-Notenbank Fed. Technologiewerte mit hohen Bewertungen reagieren besonders empfindlich auf geldpolitische Signale. Ob sich die Broadcom-Aktie stabilisieren kann, hängt maßgeblich davon ab, ob das Volumenwachstum im KI-Bereich die Margenerosion in den kommenden Quartalen kompensieren kann.
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