Broadcom Aktie: KI-Umsatz springt 143 Prozent

Broadcom stockt Schuldenrückkauf auf drei Milliarden Dollar auf, während KI-Halbleiter den Umsatz dominieren.

Die Kernpunkte:
  • Rückkaufvolumen auf drei Milliarden erhöht
  • KI-Umsatz steigt um 143 Prozent
  • VMware-Softwaregeschäft mit 7,2 Milliarden
  • Aktie legt über acht Prozent zu

Broadcom räumt seine Bilanz auf. Der Halbleiter-Konzern kauft eigene Anleihen im Milliardenwert zurück. Parallel dazu investiert das Unternehmen massiv in die nächste Technologiewelle.

Tilgung teurer Verbindlichkeiten

Das Management erhöhte das Volumen für den Rückkauf ausstehender Papiere. Statt der ursprünglich geplanten 2,5 Milliarden US-Dollar fließen nun 3,0 Milliarden Dollar in die Tilgung. Broadcom nahm bereits Angebote über rund 2,9 Milliarden Dollar an.

Der Fokus liegt auf Anleihen mit Fälligkeiten in den Jahren 2037 und 2038. Mit diesem Schritt optimiert der Konzern seine Kapitalstruktur. Niedrigere Zinszahlungen verbessern künftig die finanzielle Flexibilität.

KI-Wachstum treibt den Umsatz

Im operativen Geschäft dominiert weiterhin die künstliche Intelligenz. Der Umsatz mit KI-Halbleitern schoss zuletzt um 143 Prozent nach oben. Er erreichte einen Wert von 10,8 Milliarden Dollar.

Damit steuert die KI-Sparte fast die Hälfte des gesamten Konzernumsatzes bei. Für das kommende Quartal rechnet Broadcom mit einem weiteren Sprung. Die Erlöse in diesem Segment sollen auf 16 Milliarden Dollar klettern.

Hinzu kommt das Softwaregeschäft rund um VMware. Dieser Bereich erlöste im zweiten Fiskalquartal 7,2 Milliarden Dollar. Ein Trend stützt diese Sparte: Viele Unternehmen verlagern ihre KI-Anwendungen zunehmend in private Cloud-Umgebungen. Hohe Kosten bei öffentlichen Cloud-Anbietern treiben diese Entwicklung voran.

Technische Marken im Blick

Anleger reagierten positiv auf die jüngsten Entwicklungen. Die Aktie legte innerhalb einer Woche um über acht Prozent zu. Aktuell notiert das Papier bei 359,05 Euro.

Trotz der Rallye bleibt das Papier rund 16 Prozent unter seinem Rekordhoch. Der Kurs liegt jedoch weiterhin über wichtigen technischen Marken. Sowohl der 50-Tage-Durchschnitt als auch die 200-Tage-Linie wurden zuletzt deutlich verteidigt.

Parallel zum Tagesgeschäft fördert Broadcom die Grundlagenforschung. Das Unternehmen finanzierte das neue Ginsburg-Zentrum für Quanten-Präzisionsmessung am Caltech mit. Die Anlage umfasst eine Fläche von rund 70.000 Quadratfuß.

Der Fokus verschiebt sich nun auf die Profitabilität. Analysten beobachten genau, wie sich der Produktmix auf die Bruttomarge auswirkt. Spezialisierte KI-Beschleuniger könnten hier für Druck sorgen.

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