Broadcom Aktie: KI-Umsatz verdreifacht sich fast
Broadcom steigert den Umsatz im dritten Geschäftsquartal um 86 Prozent. Für das vierte Quartal stellt der Konzern weitere Zuwächse in Aussicht.

- Umsatz steigt auf 29,6 Milliarden Dollar
- KI-Halbleiter wachsen um 221 Prozent
- Vierter Quartalsumsatz von 34,8 Milliarden Dollar erwartet
- Freier Cashflow erreicht 13,7 Milliarden Dollar
Broadcom hat geliefert – und übertrifft damit selbst die hochgesteckten Erwartungen im Vorfeld. Der Umsatz im dritten Geschäftsquartal kletterte um 86 Prozent auf 29,6 Milliarden Dollar. Den Ton gibt dabei ein einziges Geschäftsfeld an: KI-Halbleiter.
AI-Sparte wächst dreistellig
Die Nachfrage nach kundenspezifischen KI-Beschleunigern und Netzwerktechnik bleibt außergewöhnlich stark. Im dritten Quartal wuchs der Umsatz mit KI-Halbleitern um 221 Prozent auf 16,7 Milliarden Dollar – ein Plus von 54 Prozent allein zum Vorquartal. CEO Hock Tan rechnet für das laufende vierte Quartal mit einer weiteren Beschleunigung auf 21,7 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 236 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auch operativ zeigt sich die Stärke des Geschäfts. Das bereinigte operative Ergebnis legte um 92 Prozent zu, die operative Marge soll auch im vierten Quartal bei 66 Prozent liegen – stabil zum Vorjahreswert. Der freie Cashflow erreichte 13,7 Milliarden Dollar, das entspricht 46 Prozent des Umsatzes. Broadcom zahlt weiterhin eine Quartalsdividende von 0,65 Dollar je Aktie.
Ausblick übertrifft die Prognosen vom Vorabend
Noch am Nachmittag hatten Marktbeobachter mit einem Quartalsumsatz von rund 29 Milliarden Dollar und einem KI-Halbleiterumsatz von etwa 16 Milliarden Dollar gerechnet. Beide Marken hat Broadcom übertroffen. Für das vierte Quartal stellt der Konzern nun einen Gesamtumsatz von 34,8 Milliarden Dollar in Aussicht – ein Zuwachs von 93 Prozent zum Vorjahr.
Damit bestätigt sich, was viele Anleger seit Monaten vermuten: Broadcom hat sich neben Nvidia zu einem der wichtigsten Gradmesser für die Breite des KI-Infrastrukturbooms entwickelt. Die entscheidende Frage war weniger, ob das Wachstum stimmt, sondern wie nachhaltig die extremen Raten bleiben. Mit der Prognose einer weiteren Beschleunigung im vierten Quartal liefert das Management darauf zumindest für die kommenden Monate eine klare Antwort.
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