Broadcom Aktie: Rückenwind

Broadcom wird von Wolfe Research auf 'Outperform' hochgestuft, mit einem Kursziel von 400 US-Dollar. Die Bewertung stützt sich auf die wachsende Rolle als Zulieferer für Googles KI-Chips.

Die Kernpunkte:
  • Hochstufung mit Kursziel von 400 US-Dollar
  • Wachstum durch KI-Chip-Partnerschaft mit Google
  • Institutionelle Investoren bauen Positionen aus
  • Stabile Aktie trotz Branchendruck

Broadcom bekommt zum Start in die neue Handelswoche prominente Unterstützung. Wolfe Research stuft den Halbleiter-Spezialisten auf „Outperform“ hoch und setzt ein Kursziel von 400 US-Dollar. Entscheidend ist dabei weniger das Tagesgeschäft – sondern Broadcoms Rolle als Zulieferer im KI-Infrastrukturboom.

KI-Treiber: Custom Silicon mit Google

Der Kern der Hochstufung ist Broadcoms wachsende Bedeutung im KI-Sektor, konkret über die Custom-Silicon-Partnerschaft mit Google. Im Fokus stehen Googles Tensor Processing Units (TPUs), also Spezialchips, die KI-Workloads beschleunigen.

Wolfe-Analyst Chris Caso sieht hier eine klare Wachstumsspur: Broadcom soll bis 2028 rund 7 Millionen TPU-Einheiten ausliefern können. Genau diese Perspektive stützt die These, dass Broadcom sich zunehmend von klassischer Networking-Hardware hin zu einem Schlüsselspieler in der KI-Infrastruktur-Lieferkette entwickelt. Kein Wunder also, dass das „AI infrastructure“-Thema für viele Tech-Investoren ein zentraler Anker bleibt.

Kursziel, Marktumfeld – und warum das auffällt

Das neue Kursziel von 400 US-Dollar entspricht grob einem Aufschlag von rund 20% gegenüber dem jüngsten Schlusskurs. Auffällig: Während der Branchenindex Philadelphia Semiconductor Index zuletzt spürbar unter Druck stand (minus 3,9% im Vergleichszeitraum), zeigte sich die Aktie vergleichsweise stabil.

Einordnung über die bereitgestellten Kursdaten: Am Freitag schloss Broadcom bei 330,11 US-Dollar und liegt damit rund 6,9% unter dem 52‑Wochen‑Hoch.

Institutionelle Investoren bleiben engagiert

Neben der Analystenstimme liefern auch Daten aus Pflichtmeldungen ein Signal: Große Investoren haben ihre Positionen zuletzt angepasst – überwiegend nach oben. Genannt werden unter anderem:

  • Vanguard Personalized Indexing Management: Ausbau auf über 773.000 Aktien (Wert ca. 255,7 Mio. US-Dollar)
  • Ewa LLC: Plus 23,8% auf 9.310 Aktien
  • Cabot Wealth Management: Aufstockung auf 9.624 Aktien

In Summe halten institutionelle Investoren laut Stand 1. Februar 2026 rund 76,43% der ausstehenden Aktien – ein hoher Anteil, der typischerweise für starkes Interesse im professionellen Lager steht.

Nächste Termine: Arbeitsmarkt, dann Zahlen

Kurzfristig könnte der US-Arbeitsmarktbericht am 6. Februar den Ton für Tech-Bewertungen setzen – gerade bei KI- und Infrastrukturwerten reagieren die Märkte oft sensibel auf Zins- und Inflationssignale. Unternehmensseitig dürfte es dann am oder um den 5. März 2026 wieder konkret werden, wenn die nächsten Quartalszahlen erwartet werden.

Zur Einordnung: Im Vorquartal (Q4) meldete Broadcom 18,02 Mrd. US-Dollar Umsatz (plus 28,2% zum Vorjahr) und ein Ergebnis je Aktie von 1,95 US-Dollar. Diese Kombination aus operativem Wachstum und KI-Fantasie ist der Boden, auf dem Wolfe Research sein 400-Dollar-Szenario aufbaut.

Broadcom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Broadcom-Analyse vom 1. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Broadcom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Broadcom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Broadcom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...