Broadcom Aktie: Starke Produktoffensive

Broadcom startet Serienproduktion des leistungsstarken Tomahawk-6-Switches und verdoppelt seinen KI-Umsatz auf 8,4 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2026.

Die Kernpunkte:
  • Start der Serienfertigung für Tomahawk-6-Switch
  • KI-Umsatz mehr als verdoppelt auf 8,4 Mrd. USD
  • Rekordumsatz von 19,31 Milliarden Dollar im Quartal
  • Neue Produkte für 200T-KI-Ära vorgestellt

Broadcom hat am 12. März mit der Serienproduktion seines Tomahawk-6-Switches begonnen — und liefert damit einen konkreten Beleg dafür, dass das Unternehmen beim Aufbau gigawattgroßer KI-Cluster eine zentrale Rolle einnimmt. Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der die Nachfrage nach leistungsfähiger KI-Infrastruktur weiter anzieht.

Tomahawk 6: Doppelte Leistung, schnellere Marktreife

Der neue Ethernet-Switch erreicht einen Gesamtdurchsatz von 102,4 Terabit pro Sekunde — doppelt so viel wie sein Vorgänger Tomahawk 5. Bemerkenswert ist die Entwicklungsgeschwindigkeit: Von der ersten Musterlieferung bis zur Vollproduktion vergingen weniger als drei Quartale.

Technisch ermöglicht die Plattform die Vernetzung von bis zu 128.000 KI-Prozessoren über lediglich zwei Switch-Ebenen. Das reduziert die optische Komplexität und soll die Trainingszeiten für große Sprachmodelle spürbar verkürzen.

KI-Umsatz verdoppelt, Pipeline wächst weiter

Parallel zum Switch-Launch erweitert Broadcom sein Portfolio für die sogenannte 200T-KI-Ära. Neu vorgestellt wurde „Taurus“, ein optischer Digitalsignalprozessor mit 400G pro Lane — nach Unternehmensangaben der erste seiner Art in der Industrie. Zudem läuft die 3.5D-XPU-Plattform für maßgeschneiderte KI-Beschleuniger nun in Serienproduktion. Beide Technologien werden ab dem 15. März auf der Optical Fiber Communications Conference präsentiert.

Den finanziellen Rahmen liefert das erste Geschäftsquartal 2026: Broadcom erzielte einen Rekordumsatz von 19,31 Milliarden Dollar, ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der KI-spezifische Umsatz legte dabei um 106 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar zu. Das Management geht davon aus, dass KI-Erlöse bis zum Geschäftsjahr 2027 die Marke von 100 Milliarden Dollar überschreiten könnten.

Fünf große Hyperscaler beziehen bereits maßgeschneiderte KI-Chips von Broadcom, ein sechster Kunde soll noch im laufenden Jahr hochfahren. Besonders gewichtig: ein 10-Milliarden-Dollar-Auftrag von Anthropic für TPU-Racks sowie Googles „Ironwood“-TPU-v7-Programm. Die Non-GAAP-Bruttomarge lag im ersten Quartal bei 76 Prozent, die Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA bei rund 2,3x.

Die Aktie notiert aktuell rund 20 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 353,15 Euro — trotz der operativen Stärke ein Niveau, das die jüngsten Produktmeilensteine noch nicht vollständig eingepreist zu haben scheint.

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