Broadcom Aktie: Technik-Offensive im Gegenwind
Broadcom präsentiert neue 3D- und 2nm-Chips, verliert aber über sechs Prozent. Vor dem Quartalsbericht am 4. März belasten Margenbedenken und Branchensorgen die Aktie.

- Neue 3D-Chip-Technologie und 2nm-KI-Chip vorgestellt
- Aktienkurs verliert trotz Innovationen über sechs Prozent
- Quartalszahlen am 4. März als nächster Prüfstein
- KI-Chip-Umsatz wuchs 2025 um 65 Prozent
Broadcom präsentiert bahnbrechende Chip-Innovationen – und verliert trotzdem sechs Prozent an einem Tag. Während der Halbleiterriese mit 3D-Stacking-Technologie und einem 2nm-KI-Chip für Aufsehen sorgt, drücken Branchensorgen und Margenfragen auf den Kurs. Am 4. März folgen die Quartalszahlen – und damit die Bewährungsprobe.
Revolution in der Chip-Architektur
Broadcom hat diese Woche eine technologische Kampfansage formuliert. Das Unternehmen kündigt an, bis 2027 eine Million fortschrittlicher 3D-gestapelter Chips zu verkaufen. Die neue 3.5D eXtreme Dimension System in Package-Technologie stapelt zwei Chip-Komponenten Oberseite an Oberseite – statt wie bisher übereinander. Das Ergebnis: höhere Datenübertragungsraten bei besserer Energieeffizienz.
Der erste Abnehmer ist Fujitsu, weitere Designs für große Rechenzentrumsbetreiber sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 folgen. Drei zusätzliche Produkte befinden sich bereits in der Entwicklung für 2027. Die Ingenieure arbeiten parallel an Chips mit bis zu acht gestapelten Paaren – Pakete mit 16 Silizium-Schichten.
Parallel dazu liefert Broadcom seit Ende Februar 2026 den ersten 2nm-Custom-Compute-SoC der Branche auf seiner 3.5D-Plattform aus. Der neue BroadPeak-Chip zielt auf stromsparende KI-Rechenzentren und kommende 5G/6G-Netze. Die Zusammenarbeit mit Altera, deren Agilex-7-FPGAs bereits mit dem BroadPeak-SoC interagieren, unterstreicht die Skalierbarkeit des Ökosystems.
Warum die Aktie dennoch unter Druck steht
Die Reaktion des Marktes fiel eindeutig aus: Über sechs Prozent Minus, obwohl die technischen Fortschritte substanziell sind. Verantwortlich ist eine Mischung aus sektorweiten Sorgen und unternehmensspezifischen Bedenken. Eine breite Korrektur bei Tech-Werten, besonders im KI-Segment, belastete die Stimmung. Der deutliche Kursrutsch eines anderen großen Chipherstellers verstärkte die Vorsicht der Anleger.
Hinzu kommen konkrete Bedenken vor dem Quartalsbericht am 4. März. Ein Analyst stufte Broadcom herab und verwies auf steigende Speicherchip-Preise sowie stagnierende Umsätze außerhalb des KI-Geschäfts. Zwar wächst Broadcoms KI-Sparte stark, doch die niedrigeren Bruttomargen in diesem Bereich dürften die konsolidierte Profitabilität belasten. Zudem konzentriert sich der 73-Milliarden-Dollar-Auftragsbestand auf wenige Hyperscaler – ein Klumpenrisiko.
Die Zahlen sprechen eine andere Sprache
Trotz der Turbulenzen bleibt das operative Fundament stabil. Im Geschäftsjahr 2025 (endete im November) kletterte der KI-Chip-Umsatz um 65 Prozent auf 20 Milliarden Dollar – mittlerweile 31 Prozent des Gesamtumsatzes. Das vierte Quartal übertraf mit 18,02 Milliarden Dollar Erlös und einem Gewinn je Aktie von 1,95 Dollar die Erwartungen.
Broadcom erhöhte die Quartalsdividende um zehn Prozent auf 0,65 Dollar je Aktie – die 15. Anhebung in Folge. Für das erste Quartal 2026 rechnen Analysten mit rund 19,2 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von 29 Prozent im Jahresvergleich.
Was am 4. März zählt
Die Investoren erwarten vor allem zwei Signale: Wächst der KI-Auftragsbestand über die 73 Milliarden Dollar hinaus? Und liegen die Software-Margen weiterhin über dem ambitionierten 78-Prozent-Ziel? Eine Bestätigung könnte die Aktie schnell wieder nach oben treiben.
Mittelfristig setzt Broadcom auf den Übergang zu 1.6T-Ethernet, der ab Ende 2026 einen massiven Upgrade-Zyklus in Rechenzentren auslösen soll. Im Software-Bereich rechnet das Unternehmen mit deutlich steigenden wiederkehrenden Erlösen, sobald VMware-Kunden ihre mehrjährigen Verträge zu aktuellen Marktpreisen verlängern.
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