Broadcom: Meta-Deal für 2nm bis 2029
Broadcom sichert sich Milliarden-Auftrag von Meta für KI-Chips und erreicht neue Höchststände, während Marvell als Rivale aufkommt.

- Milliarden-Deal mit Meta für KI-Chips
- Aktie erreicht neues Allzeithoch
- Marvell als aufstrebender Konkurrent
- KI-Umsatz steigt um über 100 Prozent
Neue Allzeithochs, ein Milliarden-Deal mit Meta und ein aufstrebender Rivale — Broadcom hat eine bemerkenswerte Woche hinter sich. Die Aktie notiert knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch und hat sich in zwölf Monaten mehr als verdoppelt.
2-Nanometer-Chip für Meta: Ein historischer Auftrag
Das Highlight der Woche war die Partnerschaft mit Meta. Beide Unternehmen bestätigten offiziell eine mehrjährige strategische Zusammenarbeit, die bis 2029 läuft. Broadcom entwickelt dabei den weltweit ersten KI-Beschleuniger in 2-Nanometer-Fertigung — gefertigt auf Basis von Broadcoms XPU-Plattform für maßgeschneiderte KI-Chips.
Der Auftrag umfasst zunächst mehr als ein Gigawatt Rechenleistung. Das ist laut Vereinbarung erst die erste Phase eines langfristigen, mehrstufigen Ausbaus. Parallel dazu trat CEO Hock Tan am Tag der Ankündigung aus dem Meta-Aufsichtsrat zurück und wechselt in eine beratende Rolle für Metas Chip-Roadmap.
Marvell und Google: Diversifizierung, kein Kurswechsel
Kurzzeitig belastete eine andere Meldung die Broadcom-Aktie. Berichte über Gespräche zwischen Google und Marvell Technology über neue KI-Chips ließen Marvell-Aktien um mehr als vier Prozent steigen. Analysten interpretierten die Meldung allerdings überwiegend als Lieferantendiversifizierung — nicht als Abkehr von Broadcom.
Google und Broadcom verlängerten ihre Zusammenarbeit erst in diesem Monat bis 2031. Klar ist aber: Große Cloud-Konzerne bauen zunehmend auf mehrere Chip-Lieferanten, um Abhängigkeiten zu reduzieren. Das erhöht den Wettbewerbsdruck für alle etablierten Partner.
Starke Zahlen, hohe Bewertung
Die fundamentale Basis bleibt stark. Der KI-Chip-Umsatz im ersten Geschäftsquartal 2026 lag bei 8,4 Milliarden Dollar — ein Plus von 106 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das zweite Quartal erwartet Broadcom einen Gesamtumsatz von rund 22 Milliarden Dollar, davon etwa 10,7 Milliarden aus dem KI-Segment. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg auf 68 Prozent.
CEO Tan traut dem Geschäft mit maßgeschneiderten KI-Chips bis 2027 einen Jahresumsatz von 100 Milliarden Dollar oder mehr zu. 29 Analysten tragen aktuell ein Konsens-Kaufurteil mit einem durchschnittlichen Kursziel von 443 Dollar.
Die Bewertung bleibt ein Diskussionspunkt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt über 100. Wer die Aktie kauft, wettet auf eine Fortsetzung des KI-Investitionsbooms — und darauf, dass Broadcom seinen Marktanteil von über 70 Prozent bei Custom-AI-Accelerators gegen Nvidia, AMD und Marvell verteidigt.
Mit einem Schlusskurs von 356,80 Euro am Freitag liegt die Aktie nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 360,45 Euro. Im Jahresvergleich hat sie sich mehr als verdoppelt. Der nächste Prüfstein kommt mit den Q2-Zahlen — dann wird sich zeigen, ob das 10,7-Milliarden-Dollar-Ziel im KI-Segment hält.
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