BT Aktie: Telekom-Ausverkauf trotz Zahlen?

BT steigerte im ersten Geschäftshalbjahr 2027 den Vorsteuergewinn um 12 Prozent und bekräftigte die Jahresprognose.

Die Kernpunkte:
  • BT-Aktie verlor 4,6 Prozent
  • JPMorgan setzte Kursziel auf 330 GBp
  • Vorsteuergewinn stieg um 12 Prozent
  • Jahresausblick blieb unverändert bestätigt

BT hat gestern im Sog schwacher Telekomwerte 4,6% verloren. Reuters zufolge belastete eine breite Flucht aus riskanten Anlagen den britischen Markt, die mit Sorgen um KI-Investitionen und Regulierung zusammenhing. Telekomaktien führten die Verluste an.

Der britische FTSE-350-Telekommunikationsindex fiel laut Reuters um 3,59%. Auch Airtel Africa gab nach; die Schwäche beschränkte sich damit nicht auf BT.

JPMorgan hebt das Kursziel an

JPMorgan erhöhte Medienberichten zufolge gestern das Kursziel für BT von 310 GBp auf 330 GBp und behielt die Einstufung „Übergewichten“ bei. Die höhere Zielmarke fiel damit auf denselben Handelstag wie der Kursrückgang.

Berenberg bestätigte am Donnerstag Medienberichten zufolge seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 300p. Beide Häuser hielten somit an ihren positiven Einstufungen fest.

Mehr Gewinn und bestätigter Jahresausblick

BT hatte am Donnerstag für das erste Geschäftshalbjahr 2027 einen Umsatz von 8,753 Milliarden Pfund gemeldet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach das einem Anstieg um 1%.

Das bereinigte EBITDA erhöhte sich ebenfalls um 1% auf 4,097 Milliarden Pfund. Beim Vorsteuergewinn fiel der Zuwachs deutlicher aus: Er stieg um 12% auf 1,071 Milliarden Pfund.

BT hob die Zwischendividende auf 2,50 Pence je Aktie an und bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr. Beim bereinigten EBITDA erwartet das Unternehmen weiterhin 8,1 bis 8,2 Milliarden Pfund. Der normalisierte freie Cashflow soll 2,0 Milliarden Pfund erreichen.

BT und das BT Pension Scheme einigten sich außerdem auf die turnusmäßige Bewertung zum 30. Juni 2026. Dabei lag das Pensionsdefizit bei 2,7 Milliarden Pfund. BT erklärte, die vereinbarten Finanzierungsmaßnahmen würden das Defizit deutlich auf rund 0,3 Milliarden Pfund reduzieren.

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