BT Aktie: VodafoneThree startet SuperMobile

VodafoneThree verschärft den Mobilfunkwettbewerb mit SuperMobile, während BT über 95 Prozent der Festnetzkunden digital umgestellt hat.

Die Kernpunkte:
  • VodafoneThree startet kostenpflichtigen 5G+-Dienst
  • EE verfügt über weniger Frequenzspektrum
  • BT migriert über 95 Prozent der Kunden
  • BT-Aktie verliert 5,4 Prozent

Der britische Telekommunikationsriese BT Group sieht sich einem verschärften Wettbewerb auf seinem Heimatmarkt gegenüber. Während das Unternehmen heute einen deutlichen Kursrückgang verbuchen muss, sorgt die Markteinführung eines neuen Konkurrenzprodukts des fusionierten Anbieters VodafoneThree für Aufsehen. Parallel dazu treibt die BT Group die Modernisierung ihres Festnetzes voran und hat fast die gesamte Kundenbasis auf digitale Anschlüsse umgestellt.

VodafoneThree attackiert BT im Mobilfunksektor

Berichten von 5GWorldPro zufolge hat der Wettbewerber VodafoneThree das Angebot „SuperMobile“ gestartet. Dabei handelt es sich um einen speziellen Dienst für Privatkunden, der über Network-Slicing in 5G+-Netzen eine garantierte Mindestgeschwindigkeit von 15 Mbit/s verspricht. Dieser Service wird gegen einen Aufpreis von 3 Pfund pro Monat angeboten. Bei einem Test am Londoner Parliament Square erreichte das neue Netz Spitzenwerte von 724 Mbit/s.

Die technische Herausforderung für die Mobilfunkmarke EE, die zur BT Group gehört, liegt vor allem in der Frequenzausstattung. VodafoneThree verfügt im Bereich von 3,4 bis 3,8 GHz über ein Spektrum von 210 MHz, während BT lediglich 80 MHz zur Verfügung stehen.

Zudem wird der Konkurrent nach Abschluss der Fusion über ein Netz von schätzungsweise 26.000 bis 28.000 Standorten verfügen. Zum Vergleich: EE wird auf etwa 19.000 bis 21.000 Standorte taxiert.

Fortschritte bei der Umstellung auf digitale Festnetze

Trotz des Wettbewerbsdrucks im Mobilfunkbereich erzielt das Unternehmen Fortschritte bei der Transformation seines klassischen Geschäfts. Wie Medienberichten zu entnehmen ist, hat BT inzwischen mehr als 95 Prozent seiner Kunden auf digitale Festnetztelefonie migriert.

Um auch die verbleibende Gruppe säumiger Kunden zur Umstellung zu bewegen, hat das Unternehmen seine Testmaßnahmen zuletzt ausgeweitet. In einzelnen Fällen wurde dabei der Breitbandzugang für Kunden vorübergehend pausiert, während die Telefonleitung aktiv blieb, um die notwendige Reaktion der Nutzer zu forcieren.

Kursrückgang und technische Marktlage

An der Börse wird die Aktie der BT Group heute schwächer gehandelt. Das Papier verliert 5,4 Prozent an Wert und notiert bei einem Kurs von 2,32 Euro. Damit bewegt sich der Wert derzeit rund 1,9 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt, der bei 2,36 Euro liegt.

Technische Analysten von Traders Union beobachteten zuletzt einen Ausbruchsversuch der Aktie. Der Experte Kharitonov bewertete die vorangegangene Bewegung als Seitwärtsphase. Während ein Widerstandsbereich bei 212,76 GBX identifiziert wurde, liegt eine wichtige Unterstützung bei 201,87 GBX.

Ein dauerhaftes Unterschreiten dieser Marke könnte laut der Analyse eine stärkere Korrektur des Titels einleiten. Seit Jahresbeginn weist die Aktie dennoch ein Plus von 9,3 Prozent auf.

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