Bulgariens Euro-Einzug, der 13,90-Euro-Hebel und Trumps Zoll-Volte

Der Jahresbeginn 2026 ist geprägt von Bulgariens Euro-Einführung, einem höheren deutschen Mindestlohn und einer taktischen Verschiebung von US-Zollerhöhungen. Diese Ereignisse setzen neue wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen.

Die Kernpunkte:
  • Bulgarien wird 21. Mitglied der Eurozone
  • Deutscher Mindestlohn steigt auf 13,90 Euro
  • Trump verschiebt geplante Zollerhöhungen um ein Jahr
  • DAX startet mit robustem Niveau ins neue Jahr

Liebe Leserinnen und Leser,

herzlich willkommen im Jahr 2026.

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Während die Welt ihren Kater ausschläft und die Börsenparketts noch im Dunkeln liegen, wurden heute Nacht die finanziellen tektonischen Platten unseres Kontinents verschoben. Ist Europa noch fähig zur Integration? Die Antwort gab es heute Morgen nicht in Brüssel, sondern in Sofia.

Das Jahr 2026 beginnt nicht mit einem Paukenschlag, sondern mit vollendeten Tatsachen: Einer neuen Währung für den Balkan, einem neuen Lohnniveau für Deutschland und einer überraschenden taktischen Pause im Handelskrieg des Donald Trump. Wer glaubte, der 1. Januar sei ein Tag der Ruhe, irrt. In den Maschinenräumen der Weltwirtschaft laufen die Turbinen bereits wieder auf Hochtouren.

Hier sind die Fakten, die diesen Feiertag bestimmen.

Sofia checkt ein: Die Eurozone wächst auf 21

Es ist ein stiller Triumph der Bürokratie über die Skepsis: Seit heute Morgen ist der Lew Geschichte und der Euro offizielles Zahlungsmittel in Bulgarien. Der Umrechnungskurs wurde, unumstößlich wie ein Naturgesetz, bei 1,95583 Lew fixiert.

Damit ist Bulgarien das 21. Mitglied im Club. Ökonomisch ist der Beitritt des (gemessen am Pro-Kopf-BIP) ärmsten EU-Mitglieds ein Wagnis, das EZB-Präsidentin Christine Lagarde heute diplomatisch als „Symbol für Stärke” verkaufte. Im Land selbst grassiert die Angst vor dem „Teuro” – ein Phantomschmerz, den wir hierzulande noch gut erinnern.
Für die rund 3.600 deutschen Unternehmen vor Ort ist der Wegfall des Währungsrisikos jedoch ein harter Standortvorteil. In einer Zeit, in der Europa oft als dysfunktional wahrgenommen wird, sendet Sofia heute ein wichtiges geopolitisches Lebenszeichen: Die Integration schreitet voran, allen Unkenrufen zum Trotz.

Der 13,90-Euro-Hebel: Kaufkraft oder Inflations-Treiber?

Während in Sofia die Münzen getauscht werden, ändert sich in Deutschland die Mathematik der Arbeit. Seit heute gilt der neue gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro – ein satter Aufschlag von 1,08 Euro gegenüber dem Vorjahr.

Das ist weit mehr als Sozialpolitik; es ist ein makroökonomisches Experiment am offenen Herzen. Rund 6,6 Millionen Beschäftigte, vor allem im Gastgewerbe und Handel, haben ab sofort mehr Geld in der Tasche; die Minijob-Grenze klettert parallel auf 603 Euro.
Die Gretchenfrage für das erste Quartal 2026 lautet: Fließt dieses Geld in den Konsum und stützt die Binnenkonjunktur, oder erleben wir den Startschuss für eine neue Runde der Lohn-Preis-Spirale? Die Arbeitgeberverbände haben ihre Preiserhöhungen bereits in den Schubladen. Für die EZB, die gerade erst die Inflation im Griff glaubte, könnte dieser Lohnschub im Dienstleistungssektor zum ersten Kopfschmerz des Jahres werden.

Märkte: Der DAX-Abschluss und die chinesische Effizienz-Formel

Obwohl die Handelssäle heute verwaist blieben, lohnt ein Blick auf die Startlinie. Der DAX verabschiedete sich gestern mit einem robusten Stand von rund 24.545 Punkten aus dem alten Jahr. Die Statistik spricht nun für die Bullen: Der „Januar-Effekt” sorgt historisch oft für frisches Kapital und steigende Kurse zu Jahresbeginn.

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Doch das spannendste Signal für Ihr Depot kommt heute nicht von der Frankfurter Tafel, sondern aus einem Forschungslabor in China. Das KI-Start-up DeepSeek veröffentlichte pünktlich zum Neujahrstag ein technisches Paper zu einer neuen Architektur („Manifold-Constrained Hyper-Connections”).
Das Versprechen: Das Training riesiger KI-Modelle soll drastisch günstiger werden.
Das ist brisant. Während wir gestern noch über Nvidias Milliarden-Investitionen und die „Größer ist besser”-Doktrin sprachen, könnte das Narrativ 2026 lauten: „Effizienz schlägt Masse”. Wenn die Eintrittsbarrieren sinken, demokratisiert sich der Markt – was die Margen der Hardware-Giganten langfristig unter Druck setzen könnte. Analysten warnen bereits vor Bewertungen, die gefährlich an die Dotcom-Ära erinnern.

Geopolitik: Trumps taktische Volte und Unruhe in Teheran

Donald Trump bleibt sich treu: Unberechenbarkeit als Strategie. Wie das Weiße Haus bestätigte, wurde die für heute geplante Zollerhöhung auf Importgüter wie Polstermöbel und Küchenschränke um ein Jahr verschoben.

Lassen Sie sich von dieser scheinbaren Milde nicht täuschen. Es ist kein Friedensangebot, sondern ein taktischer Rückzug, um laufende Verhandlungen im Hintergrund nicht zu gefährden. Für exportorientierte Branchen ist es eine Atempause, aber keine Entwarnung. Das Damoklesschwert hängt nur etwas höher.

Weniger kontrolliert verläuft der Jahresstart im Nahen Osten. Aus dem Iran erreichen uns Berichte über schwere Proteste gegen die Führung, getrieben von der Wirtschaftskrise. Dass es bereits Todesopfer gibt, zeigt die Eskalationsstufe. Der Ölpreis, der zuletzt bei 60,91 USD notierte, könnte in den ersten Handelstagen zur Fieberkurve dieser geopolitischen Spannung werden.

Quintessenz

Das Jahr 2026 startet mit einem interessanten Mix aus institutioneller Integration (Bulgarien) und geopolitischer Friktion (Iran, Ukraine). Während Europa an seiner Struktur baut, regiert Washington per Dekret und Aufschub.

Für Sie als Anleger wird die kommende Woche entscheidend: Wie nimmt der Markt die Liquidität auf? Fließt das frische Geld blind in die Gewinner von 2025, oder sehen wir angesichts der neuen Effizienz-Debatten im Tech-Sektor eine Rotation? Der Januar gibt die Richtung vor – und die Ampel steht noch auf Gelb.

Ich wünsche Ihnen einen glücklichen, gesunden und profitablen Start in dieses neue Jahr.

Herzlichst,

Ihr

Felix Baarz

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