Bullish Aktie: Bitcoin-Volatilität fällt auf 28%

Bullish verzeichnet sinkende Bitcoin- und Ethereum-Volatilität, was auf ruhigere Märkte hindeutet. Der Aktienkurs bleibt trotz operativem Wachstum im Minus.

Weniger Schwankungen am Kryptomarkt klingen nach guten Nachrichten. Für Bullish ist die Geschichte komplizierter.

Der Krypto-Börsenbetreiber hat seinen Monatsbericht für Mai 2026 bei der SEC eingereicht. Das zentrale Signal: Die Volatilität bei Bitcoin und Ethereum ist deutlich gefallen. Ob das der Aktie hilft, ist eine andere Frage.

Volatilität auf dem Rückzug

Die Zahlen sind eindeutig. Bitcoin-Volatilität sank von 48% im März auf 35% im April und zuletzt auf 28% im Mai. Bei Ethereum verlief die Bewegung ähnlich stark: von 60% im März auf 44% im April, nun 36%.

Das klingt nach Stabilisierung. Für eine Handelsplattform wie Bullish bedeutet ruhigere Märkte aber auch: weniger Handelsdrang, potenziell weniger Volumen, weniger Gebühreneinnahmen. Das Unternehmen selbst gibt keine Einschätzung dazu ab. Die Monatsdaten erscheinen ohne Kommentar und sind vorläufig.

Starke Verluste, schwache Erlöse

Die Quartalsebene liefert den nötigen Kontext. Im ersten Quartal 2026 erzielte Bullish bereinigte Erlöse von 92,8 Millionen USD und ein bereinigtes EBITDA von 35,1 Millionen USD. Der ausgewiesene Nettoverlust lag bei 604,9 Millionen USD.

Für das Gesamtjahr erwartet Bullish Subscription- und Serviceerlöse von 220 bis 250 Millionen USD. Die bereinigten Betriebskosten sollen zwischen 210 und 230 Millionen USD liegen.

Das operative Bild ist also zweigeteilt: bereinigte Kennzahlen mit Wachstum, IFRS-Verluste auf hohem Niveau.

Kurs weit vom Hoch entfernt

An der Börse hält sich die Begeisterung in Grenzen. Die Aktie steigt heute um 1,71% auf 27,36 USD. Auf Sicht von sieben Tagen steht dennoch ein Minus von 2,63%, seit Jahresbeginn liegt der Kurs rund 30% im Minus.

Zum 52-Wochen-Hoch bei 48,93 USD fehlen noch 44%. Der RSI liegt bei 35 — technisch überverkauftes Terrain, aber kein automatisches Kaufsignal. Der Markt bewertet die Wachstumsstory mit einem deutlichen Abschlag.

Die entscheidende Frage für das zweite Quartal: Kann Bullish trotz fallender Krypto-Volatilität stabile Erlöse vorweisen? Die Antwort liefern die Quartalszahlen — nicht der Monatsbericht.

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