BYD Aktie: 100.000 Fahrzeuge für Car Inc.

BYD sichert sich Großauftrag über 100.000 E-Autos und baut Schnellladenetz massiv aus. Trotz Gewinneinbruch im Inland wächst der Druck auf internationale Märkte.

Die Kernpunkte:
  • Rekordvertrag mit Chinas größter Autovermietung
  • Ausbau von 20.000 Schnellladestationen geplant
  • Neuer Great Tang EV mit 950 km Reichweite
  • Gewinnrückgang durch heftigen Preiskampf

100.000 Elektrofahrzeuge auf einen Schlag: BYD hat am Montag einen Rahmenvertrag mit Car Inc. unterzeichnet — dem größten Mietwagenunternehmen Chinas. Das ist der bislang größte Einzelauftrag in der Geschichte der chinesischen Autovermietungsbranche.

Ladenetz als strategischer Kern

Der Deal geht weit über eine reine Fahrzeuglieferung hinaus. BYD plant, seine Flash-Charging-Stationen an mehr als 3.500 Car-Inc.-Standorten im ganzen Land zu installieren. Die Technologie dahinter ist bemerkenswert: Von zehn auf 70 Prozent Ladestand in fünf Minuten, auf 97 Prozent in neun Minuten. Bis Ende 2026 sollen 20.000 dieser Schnellladestationen in Betrieb sein.

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Die Partnerschaft baut auf einem Pilotprojekt aus 2025 auf. Damals kaufte Car Inc. bereits knapp 30.000 BYD-Fahrzeuge.

Parallel dazu kooperiert BYD mit dem Kartendienst Amap aus dem Alibaba-Konzern. Nutzer sehen künftig Standort, Preis und Verfügbarkeit der BYD-Ladestationen direkt in der App — in Echtzeit. Das Netz soll auch Lkw und Nutzfahrzeuge abdecken.

Premiummodell mit starkem Anlauf

Im Konsumentengeschäft läuft es ebenfalls. Der neue Great Tang EV, ein vollelektrisches SUV mit bis zu 950 Kilometern Reichweite, überschritt zwei Wochen nach seiner Premiere auf der Pekinger Automesse die Marke von 100.000 Vorbestellungen. Der Preis liegt zwischen 250.000 und 320.000 Yuan. Auch dieses Modell nutzt das Flash-Charging-System.

Gewinn unter Druck, Ausland als Ausweg

Das Gesamtbild ist nicht ohne Schatten. Im ersten Quartal 2026 brach der Nettogewinn um mehr als 55 Prozent auf 4,09 Milliarden Yuan ein — Folge des harten Preiswettbewerbs im Heimatmarkt. Analysten von JPMorgan und Bernstein zeigen jedoch, wo die Marge steckt: Im Ausland verdient BYD pro Fahrzeug bis zu 3.500 Dollar — rund viermal so viel wie in China.

Das Management rechnet für das Gesamtjahr mit 5 bis 5,5 Millionen Auslieferungen weltweit. Das wäre ein Plus von etwa 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis Jahresende soll das internationale Geschäft rund 60 Prozent des gesamten Fahrzeugumsatzes ausmachen — ein klares Signal, wohin die Reise geht.

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