BYD Aktie: 134.000 Exporte im April, 71 Prozent Plus
Trotz Rekordexporten bricht der Gewinn von BYD im ersten Quartal ein. Der Preiskampf in China und sinkende Subventionen belasten die Bilanz des E-Auto-Pioniers.

- Nettogewinn um 55 Prozent gesunken
- Preiskrieg in China drückt Margen
- Exporte steigen um 71 Prozent
- Neues Werk in Ungarn gestartet
Rekordzahlen im Export, aber ein massiver Gewinneinbruch in der Heimat. Bei BYD klaffen globale Expansion und chinesische Realität derzeit weit auseinander. Der Preiskampf auf dem wichtigsten Markt der Welt fordert einen hohen Tribut.
Die Bilanz zum Jahresstart fiel ernüchternd aus. Der Umsatz sank um knapp zwölf Prozent auf 150 Milliarden Renminbi. Der Nettogewinn brach im gleichen Zeitraum sogar um 55 Prozent ein.
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Hauptgrund für die schwachen Margen ist der ruinöse Preiskrieg in China. Konkurrenten wie Xiaomi und Geely zwingen BYD zu permanenten Rabatten. Im Frühjahr erreichten die Preissenkungen einen neuen Höchststand. Parallel dazu belasten wegfallende staatliche Subventionen und hohe Hardwarekosten die Kassen. Das Resultat: Im April fielen die inländischen Verkaufszahlen den achten Monat in Folge.
Flucht nach Europa
Den Ausweg sucht der Konzern im Ausland. Im April exportierte BYD mehr als 134.000 Fahrzeuge – ein Sprung von 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Überseeverkäufe am Gesamtabsatz klettert damit auf fast 43 Prozent. In Märkten wie Großbritannien oder Australien führt der Hersteller mittlerweile die Verkaufscharts für Elektroautos an.
Um dieses Wachstum abzusichern und drohende EU-Zölle zu umgehen, forciert das Management die lokale Produktion. Im ungarischen Szeged ist die Testproduktion für das erste europäische Pkw-Werk angelaufen. Die Investitionssumme beläuft sich auf bis zu vier Milliarden Euro, die geplante Jahreskapazität liegt bei 300.000 Fahrzeugen.
Wie aggressiv BYD in Europa auftritt, zeigt das neue Luxusmodell Denza Z9GT. Mit einem Vorverkaufspreis von rund 115.000 Euro kostet der Wagen hierzulande fast dreimal so viel wie in China.
Analysten bleiben optimistisch
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei knapp 100 Hongkong-Dollar. Trotz der schwachen Quartalszahlen halten Marktbeobachter an ihren Zielen fest. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 124 Hongkong-Dollar.
Die Investmentbank Citigroup rät weiterhin zum Kauf und ruft ein Ziel von 142 Hongkong-Dollar aus. Die Experten knüpfen eine Erholung im zweiten Quartal an klare Bedingungen: Die Auslandsumsätze müssen das hohe Niveau halten und die Preise in China dürfen nicht weiter fallen. Für das laufende Gesamtjahr hat BYD das Exportziel bereits auf 1,5 Millionen Fahrzeuge angehoben.
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