BYD Aktie: 3,5 bis 4 Millionen Fahrzeuge auf Heimatmarkt

BYD prognostiziert für 2026 über fünf Millionen Fahrzeugverkäufe und widerspricht damit den pessimistischen Markterwartungen.

Die Kernpunkte:
  • Verkaufsziel von über fünf Millionen Fahrzeugen
  • JPMorgan bestätigt Overweight-Rating
  • Exportgeschäft soll 60 Prozent zum Umsatz beitragen
  • Höhere Profitabilität durch teurere Modelle

Nach einem Gewinneinbruch im ersten Quartal schien die Wachstumsstory von BYD Risse zu bekommen. Nun liefert der chinesische Autobauer eine Prognose, die den pessimistischen Markterwartungen direkt widerspricht. Eine aktuelle Analyse von JPMorgan untermauert diesen Optimismus mit konkreten Zahlen.

Heimmarkt schlägt Erwartungen

Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management den Verkauf von mehr als fünf Millionen Fahrzeugen an. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von bis zu 20 Prozent. Besonders der Heimatmarkt überrascht positiv. Hier rechnet der Konzern nun mit 3,5 bis 4 Millionen abgesetzten Einheiten. Analysten hatten zuvor bestenfalls mit stagnierenden Volumina gerechnet.

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Die Investmentbank JPMorgan stuft die Aktie mit „Overweight“ und einem Kursziel von 120 Hongkong-Dollar ein. Der Analyst Nick Lai identifiziert vor allem die steigende Profitabilität als zentralen Kurstreiber. Bis zum vierten Quartal 2026 sollen teurere Modelle über 200.000 Yuan mehr als 30 Prozent der Inlandsverkäufe ausmachen. Bislang dominierten günstige Fahrzeuge das Geschäft. Diese Verschiebung im Produktmix dürfte die Margen spürbar ausweiten.

Export als Umsatztreiber

Parallel dazu baut BYD seine internationale Präsenz massiv aus. Das Exportziel liegt unverändert bei 1,5 Millionen Fahrzeugen. Laut JPMorgan könnte das Auslandsgeschäft in diesem Jahr rund 60 Prozent zum gesamten Fahrzeugumsatz beitragen. In Europa stiegen die Neuzulassungen im ersten Quartal bereits um mehr als 155 Prozent. Ein zusätzlicher Nachfrageschub resultiert aus den hohen Ölpreisen infolge des US-Iran-Konflikts.

Das internationale Wachstum stützt sich dabei stark auf Plug-in-Hybride. Diese machten in den ersten vier Monaten mehr als die Hälfte der Auslandskäufe aus. Speziell für den europäischen Markt plant der Konzern nun exklusive Modelle, um lokale Käuferschichten gezielter anzusprechen.

Die ehrgeizigen Ziele erfordern allerdings eine gewaltige Kraftanstrengung. Um die Jahresprognose zu erfüllen, muss BYD in den verbleibenden Monaten durchschnittlich rund eine halbe Million Fahrzeuge pro Monat absetzen. Das ist fast eine Verdopplung des bisherigen Tempos. Obendrein gilt es, die schwachen Finanzkennzahlen aus dem Jahresauftakt auszugleichen. Im ersten Quartal war der Nettogewinn um 55 Prozent auf gut vier Milliarden Yuan eingebrochen.

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