BYD Aktie: 52-Wochen-Tief bei 8,82 Euro
Der Aktienkurs von BYD nähert sich dem Jahrestief, während die Verkäufe in China einbrechen. Massive Investitionen in Ladestationen sollen den Absatz beleben.

- Kurs nahe 52-Wochen-Tief
- Verkaufszahlen brechen um 20% ein
- Massiver Ausbau der Ladeinfrastruktur
- Charttechnische Unterstützung bei 8,82 Euro
Bei BYD schrillen die Alarmglocken. Der Kurs der Aktie pendelt gefährlich nahe am tiefsten Stand des vergangenen Jahres. Während das Unternehmen massiv in Ladeinfrastruktur investiert, brechen die kumulierten Verkaufszahlen ein. Anleger suchen verzweifelt nach einem Halt.
Technisches Bild verdüstert sich
Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 8,90 Euro. Damit trennen das Papier nur noch minimale 0,85 Prozent vom 52-Wochen-Tief bei 8,82 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie herbe Verluste. Ein massiver Abwärtstrend dominiert das Chartbild.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) steht aktuell bei 25,6. Dieser Wert signalisiert eine stark überverkaufte Situation am Markt. Eine automatische Trendwende leitet sich daraus aber nicht ab. Für eine echte Erholung muss der Kurs erst den 50-Tage-Durchschnitt bei 10,61 Euro überwinden.
Schwacher Absatz bremst Erholung
Frische Impulse aus dem operativen Geschäft fehlen. Im Mai verkaufte BYD rund 383.000 Fahrzeuge mit alternativem Antrieb. Das entspricht exakt dem Niveau des Vorjahresmonats. Auf Jahressicht sieht die Bilanz deutlich schlechter aus.
Zwischen Januar und Mai brachen die kumulierten Verkaufszahlen um gut 20 Prozent ein. Reine Elektroautos und Plug-in-Hybride verzeichnen gleichermaßen zweistellige Rückgänge. Einziger Lichtblick bleibt das Auslandsgeschäft. Im Mai exportierte der Konzern fast 161.000 Fahrzeuge.
Margendruck und Infrastruktur
Das makroökonomische Umfeld in China erschwert die Lage zusätzlich. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie stagnierte im Mai bei exakt 50 Punkten. Parallel dazu gerät die Profitabilität der gesamten Autobranche unter die Räder. Die Gewinne der chinesischen Automobilhersteller fielen in den ersten vier Monaten um fast 17 Prozent.
BYD investiert derweil massiv in die eigene Infrastruktur. Bis Mitte Juni baute der Konzern knapp 6.700 Schnellladestationen in China. Bis Jahresende peilt das Management die Marke von 20.000 Stationen an. Das Ziel: Ein dichtes Ladenetz soll den stockenden Absatz wieder ankurbeln.
Kurzfristige Kurstreiber fehlen. Die Stichtage für die kommende Dividendenzahlung sind bereits verstrichen. Damit rückt die charttechnische Unterstützung bei 8,82 Euro massiv in den Fokus. Fällt die Aktie unter diese Marke, droht ein weiterer technischer Ausverkauf.
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