BYD Aktie: 55 Prozent Gewinneinbruch im Q1

BYD präsentiert eigenen 4-Nanometer-Chip, während Quartalszahlen enttäuschen. Analysten prognostizieren starke Erholung im zweiten Quartal.

Die Kernpunkte:
  • Vorstellung des Xuanji A3 Chips
  • Gewinneinbruch um 55 Prozent
  • Auslieferungen sinken auf 700.000 Einheiten
  • Hoffnung auf Q2-Erholung

BYD hat am 28. Mai seine neue Fahrassistenzplattform vorgestellt. Im Mittelpunkt steht der Xuanji A3 — Chinas erster selbst entwickelter 4-Nanometer-Chip für autonomes Fahren. Er soll L3- und L4-Funktionen ermöglichen. Das langfristige Ziel: null Verkehrsunfälle.

Die Aktie reagiert davon unbeeindruckt. Die H-Aktien schlossen am 29. Mai bei 91,30 Hongkong-Dollar. Gegenüber dem Stand vor 30 Tagen bedeutet das ein Minus von rund 16 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt das Papier gut sieben Prozent im Minus.

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Schwaches Quartal, starke Erwartungen

Der Grund für den Kursdruck liegt tiefer. Im ersten Quartal 2026 brach der Nettogewinn um 55 Prozent auf 4,09 Milliarden Yuan ein. Die Fahrzeugauslieferungen fielen um 30 Prozent auf rund 700.000 Einheiten. Automotive-Umsätze gaben 20 Prozent nach.

Auslöser war eine Kombination aus veränderten Förderregeln für Elektrofahrzeuge und saisonaler Schwäche. Viele Käufer hatten ihre Kaufentscheidung bereits ins vierte Quartal 2025 vorgezogen.

Analysten erwarten kräftige Erholung

Für das zweite Quartal zeigt der Konsens ein deutlich freundlicheres Bild. Analysten rechnen mit rund 1,1 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen. Der Automotive-Umsatz soll auf etwa 163 Milliarden Yuan steigen — ein Plus von fünf Prozent. Der Nettogewinn könnte auf 10,1 Milliarden Yuan klettern, was einem Anstieg von 59 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspräche.

Treiber dieser Erholung sind neue Modelle und das internationale Geschäft. BYD baut seine Präsenz außerhalb Chinas gezielt aus — ein wichtiger Schachzug, da der Heimatmarkt langsamer wächst und der Wettbewerb zunimmt.

Ob der Chip-Launch das Vertrauen der Investoren zurückgewinnt, hängt letztlich davon ab, wie überzeugend die Q2-Zahlen ausfallen. Der nächste Beweis kommt bald.

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