BYD Aktie: 6.000 Ladestationen bis Ende 2026

BYD vermeldet Rekord-Vorbestellungen für das Luxus-SUV Great Tang, während die Aktie auf ein neues Jahrestief fällt. Die Expansion in Europa belastet die Börsenstimmung.

Die Kernpunkte:
  • Rekord-Vorbestellungen für Great Tang SUV
  • Aktie fällt auf neues Jahrestief
  • Europa-Expansion belastet Investorenstimmung
  • RSI signalisiert stark überverkaufte Aktie

Starke Nachfrage, schwache Kurse. Bei BYD klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Konzern meldet Rekord-Vorbestellungen für sein neues Luxus-SUV. An der Börse fällt das Papier exakt am selben Tag auf ein neues Jahrestief.

Angriff auf die Luxusklasse

Mehr als 150.000 Kunden haben den „Great Tang“ in China bereits vorbestellt. Das markiert einen neuen Rekord für ein einzelnes BYD-Modell. Der Hersteller musste den Marktstart sogar zweimal verschieben. Nur so konnte das Management ausreichend Produktionskapazitäten sicherstellen.

Das über fünf Meter lange Fahrzeug bietet bis zu 950 Kilometer Reichweite. Eine neue Batterie-Technologie ermöglicht extrem kurze Ladezeiten. In China startet der Preis bei umgerechnet rund 35.500 US-Dollar.

Europa im Visier

Ende 2026 soll das Modell nach Europa kommen. Das Ziel: etablierte Premiummarken wie Mercedes-Benz und BMW direkt angreifen. Parallel dazu baut der Konzern sein eigenes Schnellladenetzwerk massiv aus.

Bis Ende 2026 plant das Unternehmen 6.000 internationale Ladestationen. Die Hälfte davon entsteht in Europa. Erste Standorte in Deutschland und Frankreich sind bereits in Betrieb.

Diese globale Expansion kostet viel Geld. BYD investiert massiv in europäische Fabriken und die Entwicklung neuer Technologien. Die hohe Kapitalintensität drückt auf die Stimmung der Investoren.

Aktie extrem überverkauft

Die Börse straft den Autobauer ab. Die BYD-Aktie verliert heute zwei Prozent und fällt auf 8,72 Euro. Im Tagesverlauf markierte der Titel bei 8,60 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.

Aktionäre verbuchen auf Jahressicht einen Verlust von knapp 38 Prozent. Der Abstand zur wichtigen 200-Tage-Linie wächst stetig. Ein RSI-Wert von 23,5 signalisiert eine massiv überverkaufte Marktsituation.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management den Verkauf von über fünf Millionen Fahrzeugen an. Davon sollen 1,5 Millionen Einheiten aus dem Ausland kommen. Die prall gefüllten Auftragsbücher für den „Great Tang“ sichern nun die Auslastung der Fabriken. Das dämpft die hohen Fixkosten der internationalen Expansion.

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