BYD Aktie: Angriff auf Toyota bis 2030
BYD strebt die globale Marktführerschaft an, während der Aktienkurs nahe dem Jahrestief notiert und politische Hürden aus USA und EU drohen.

- Ehrgeiziges Ziel: Toyota überflügeln
- Internationale Expansion forciert
- Neue Blade-Batterie in Entwicklung
- Aktie fällt auf Jahrestief
BYD-Chef Wang Chuanfu gibt ein klares Ziel vor. Bis 2030 will der chinesische Konzern Toyota überholen und zum weltgrößten Autobauer aufsteigen. An der Börse herrscht indes Katerstimmung. Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief.
Um die Lücke zum japanischen Branchenprimus zu schließen, forciert das Management die internationale Expansion. Allein im laufenden Geschäftsjahr peilt BYD rund 1,5 Millionen Verkäufe im Ausland an. Dafür baut der Konzern seine Präsenz in Schwellenländern massiv aus. In Pakistan eröffnete der lokale Partner gerade den siebten Standort. Parallel dazu startet in Malaysia die Vorregistrierung für den Denza Z9 GT.
Neue Technik für den Weltmarkt
Der Luxus-Kombi soll mit über 1.100 PS besonders in Südostasien und Europa neue Käuferschichten erschließen. Technologisch legt BYD ebenfalls nach. Die kommende Blade-Batterie der zweiten Generation verspricht extrem kurze Ladezeiten. Ein neues System soll den Akku in nur neun Minuten fast vollständig laden. Das Ziel: mehr Marktanteile im Premiumsegment.
Gegenwind aus den USA und Europa
An der Börse verpuffen diese Ausbaupläne bisher. Der Aktienkurs fiel in den vergangenen 30 Tagen um rund 16 Prozent auf aktuell 8,55 Euro. Investoren reagieren nervös auf politische Störfeuer. Anfang Juni setzte das US-Verteidigungsministerium BYD auf eine Liste chinesischer Militärunternehmen. Zwar bedeutet dies laut Konzernangaben keine formelle Sanktion. Dennoch wächst der Druck.
Mitte Juni kündigte die EU-Kommission zusätzliche Zölle auf chinesische Hybridfahrzeuge an. Das trifft einen wichtigen Teil des Exportgeschäfts. Technisch ist die Aktie stark angeschlagen. Der RSI-Wert liegt bei 24,7. Damit gilt der Titel als massiv überverkauft.
Der Abstand zum jüngsten Tief von 8,37 Euro beträgt nur noch gut zwei Prozent. Fällt diese Unterstützung, drohen weitere Abverkäufe. Die ambitionierten Wachstumsziele des Managements müssen sich nun gegen harte politische Realitäten behaupten.
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