BYD Aktie: Asien im Fokus
BYD plant lokale Fahrzeugmontage in Indien, baut Batteriefabrik in Vietnam und vertieft die Kooperation mit ExxonMobil für Hybridtechnologie. Diese strategischen Schritte trieben den Aktienkurs in Hongkong deutlich an.

- Kurssprung in Hongkong um über 4,5 Prozent
- Prüfung lokaler SKD-Montage in Indien
- Baubeginn für Batteriewerk in Vietnam
- Vertiefte Partnerschaft mit ExxonMobil
Die BYD-Aktie hat heute in Hongkong deutlich zugelegt. Auslöser sind Berichte über einen möglichen Produktionsschritt in Indien, der Importzölle deutlich senken könnte, sowie der Baustart eines Batterieprojekts in Vietnam. Parallel vertieft BYD eine Technologiepartnerschaft mit ExxonMobil – ein Paket an Nachrichten, das die Asien-Strategie des Konzerns klarer erkennen lässt.
Kurssprung und Kerndaten
BYD schloss heute an der Hongkonger Börse bei 102,80 HKD, ein Plus von 4,58 %. Der Anstieg fällt zusammen mit mehreren strukturrelevanten Meldungen:
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- Schlusskurs Hongkong: 102,80 HKD (+4,58 %)
- Indien: Geplante SKD-Endmontage zur deutlichen Senkung von Importzöllen
- Vietnam: 130 Mio. USD für neue Batteriefabrik (Zielkapazität 6 GWh)
- Indien-Verkäufe 2025: Rund 5.500 Fahrzeuge (+88 % gegenüber Vorjahr)
Indien: Lokale Montage statt hoher Zölle
Ein Bloomberg-Bericht von heute verweist darauf, dass BYD den Aufbau einer lokalen Montage in Indien prüft. Konkret geht es um die Endmontage von Fahrzeugen auf Basis sogenannter SKD-Kits (semi knocked down).
Hintergrund sind die sehr hohen Einfuhrabgaben auf fertig importierte Fahrzeuge. Komplett aufgebaute Autos (CBU) unterliegen in Indien derzeit Zollsätzen von bis zu 110 %. Durch die Umstellung auf SKD-Montage ließe sich diese Belastung dem Bericht zufolge auf etwa 30 % reduzieren.
Trotz dieser Hürden legten BYDs Verkäufe in Indien 2025 um 88 % auf rund 5.500 Einheiten zu. Gleichzeitig begrenzen Importquoten den Absatz auf 2.500 Fahrzeuge je Modell. Händler melden Rückstände bei Modellen wie dem Atto 3 und dem neu eingeführten Sealion 7, der Lagerbestand für das vierte Quartal 2025 gilt bereits als ausverkauft. Das illustriert, warum eine lokale Montagekapazität für weiteres Wachstum dort nahezu Voraussetzung ist.
Batterieprojekt in Vietnam nimmt Gestalt an
Während die Pläne für Indien noch in der Prüfphase sind, hat BYD in Vietnam den nächsten Schritt bereits eingeleitet. Gestern begann offiziell der Bau eines neuen Werks für Batterien für Elektrofahrzeuge in Hue, Zentralvietnam. Das Projekt entsteht als Joint Venture mit Kim Long Motor und umfasst ein Investitionsvolumen von 130 Mio. US-Dollar.
Die Anlage ist zweistufig angelegt. In der ersten Phase sollen auf 4,4 Hektar Batterien mit einer Jahreskapazität von 3 GWh entstehen, zunächst vor allem für Nutzfahrzeuge. In der zweiten Phase ist eine Erweiterung auf insgesamt 6 GWh pro Jahr vorgesehen, dann inklusive Batterien für Pkw.
Die Partner streben bis zum zweiten Quartal 2026 eine Lokalisierungsquote von über 80 % an. Damit soll die Versorgungskette innerhalb der ASEAN-Region gestärkt und die Abhängigkeit von Importen weiter reduziert werden.
ExxonMobil: Vertiefte Kooperation bei Hybridtechnik
Zusätzlich zum Ausbau der physischen Produktion arbeitet BYD an seiner technologischen Basis. Am 26. Januar 2026 unterzeichneten BYD und ExxonMobil eine Absichtserklärung (MoU), um die strategische Zusammenarbeit im Bereich Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV) zu vertiefen.
Im Fokus steht die gemeinsame Forschung und Entwicklung von Betriebsstoffen und Schmiermitteln, die speziell auf BYDs Hybridgetriebe und Antriebsstränge abgestimmt sind. Das neue Abkommen baut auf der bisherigen Kooperation rund um das bereits eingeführte „BYD Mobil™“-Hybridmotoröl auf und zielt auf weitere Effizienz- und Haltbarkeitsgewinne bei den Antriebssystemen.
Globale Marktposition
Die aktuellen Expansionsschritte erfolgen vor dem Hintergrund kräftigen Wachstums auf wichtigen Auslandsmärkten. 2025 legten BYDs Verkäufe in der EU um 268 % im Jahresvergleich zu. Laut Berichten britischer Autohändler erreichte BYD im vergangenen Jahr weltweit rund 2,25 Mio. verkaufte E-Fahrzeuge und übertraf damit wichtige Wettbewerber beim Absatzvolumen.
Zusätzlich wurde die Marke „DI MART“ für Werbe- und Vertriebsdienstleistungen eingetragen. Damit sichert sich BYD weitere Optionen beim Aufbau eigener Vertriebs- und Serviceplattformen.
Im Zusammenspiel zeigen Indien-Pläne, Vietnam-Investition und die Kooperation mit ExxonMobil, wie der Konzern seine Präsenz in Asien und seine technologische Basis ausbaut – ein Umfeld, das der Aktie heute spürbaren Rückenwind verliehen hat.
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