BYD Aktie: Auslandsgeschäft trägt Wachstum
BYD verkaufte im Oktober 490.168 Fahrzeuge; kräftige Auslandszuwächse glichen die rückläufige Nachfrage im Heimatmarkt teilweise aus.

- Oktoberabsatz steigt um elf Prozent
- Auslandsverkäufe wachsen um 102,8 Prozent
- Heimatmarkt verzeichnet einen Absatzrückgang
- Aktie legt nach Zahlenvorlage zu
Chinas größter Autobauer wächst weiter, aber nicht mehr überall. Im Oktober setzte BYD 490.168 Fahrzeuge ab, ein Plus von 11 Prozent zum Vorjahr. Es war der sechste Anstieg in Folge. Die Dynamik kommt zunehmend aus dem Ausland.
Export wird zum Motor
Die Auslandsverkäufe stiegen um 102,8 Prozent auf 170.194 Fahrzeuge. Damit ging mehr als jedes dritte Fahrzeug über die Landesgrenze. Im Heimatmarkt dagegen musste BYD einen Rückgang hinnehmen.
Auch der Blick auf die Antriebsarten fällt auf: Reine Elektroautos übertrafen erstmals in einem Monat die Marke von 300.000 Einheiten. Insgesamt war der Oktober der absatzstärkste Monat des Jahres 2026. Das Wachstumstempo hat allerdings nachgelassen, im September hatte das Plus noch bei 17 Prozent gelegen.
Kurs erholt sich nach Zahlenvorlage
Die Aktie reagierte positiv. In Hongkong legte sie um 3,4 Prozent auf 70,60 Hongkong-Dollar zu, im Tradegate-Handel stieg sie um 2,54 Prozent auf 8,03 Euro. Die Bewegung gleicht einen Teil der Schwäche vom Freitag aus. Damals hatten Anleger auf die Quartalszahlen reagiert: Der Nettogewinn im dritten Quartal wuchs zwar um 28 Prozent, blieb aber hinter den Analystenschätzungen zurück.
Zusätzlichen Rückenwind liefern Berichte über die Technik. Chips und Fahrassistenzsystem von Horizon Robotics sollen in BYDs höherwertige Lösung für autonomes Fahren „Eye of God B“ eingebunden sein. Das stützt die Stimmung rund um die Produkt-Roadmap.
Branchenweiter Trend
BYD steht mit dieser Entwicklung nicht allein. Chery steigerte den Gesamtabsatz um 5 Prozent, die Exporte zogen um 60 Prozent an. Geely verbuchte dank mehr als verdoppelter Auslandsverkäufe ein Gesamtplus von einem Prozent. Der Export gleicht damit bei mehreren chinesischen Herstellern die schwächere Inlandsnachfrage aus.
Für BYD zeigt sich das Muster besonders deutlich: Ohne die Verdopplung der Auslandslieferungen wäre das Gesamtwachstum im Oktober kaum zweistellig ausgefallen. Die nächste Monatsmeldung Anfang Dezember zeigt, ob der Export das nachlassende Inlandsgeschäft weiter auffangen kann.
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