BYD Aktie: Batterie-Engpass verzögert Auslieferungen
BYD meldet längere Lieferzeiten für Schnelllader, nimmt neue Stationen in Betrieb und erreicht in Thailand 100.000 produzierte Fahrzeuge.

- Hochlauf der neuen Blade-Batterie verzögert Auslieferungen
- 2.000. Autobahn-Schnellladestation in Betrieb genommen
- Thailändisches Werk fertigt 100.000. Fahrzeug
- Rückruf von 183.211 Qin- und Tang-Modellen
Batterie-Engpass bremst Auslieferungen
Starke Nachfrage trifft auf begrenzte Fertigungskapazitäten: Bei den Schnelllademodellen von BYD kommt es aktuell zu längeren Lieferzeiten. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, befindet sich die Produktion der zweiten Generation der Blade-Batterie noch im Hochlauf. Um die Wartezeiten der Kunden zu verkürzen, passt der Konzern nun seine Fertigungspläne an und forciert den Ausbau der bestehenden Produktionslinien. An den Finanzmärkten sorgte die Meldung nicht für neue Impulse.
Der Ausbau der Komponentenfertigung gilt als entscheidender Faktor für das weitere Wachstum. Gelingt es BYD, die Batterieproduktion rasch an das Tempo der Nachfrage anzugleichen, festigt der Konzern seine Marktposition im Heimatmarkt. Anhaltende Verzögerungen bei der Auslieferung bergen dagegen das Risiko, ungeduldige Käufer an die heimische Konkurrenz zu verlieren.
Rascher Ausbau des firmeneigenen Ladenetzes
Die Engpässe bei der Batterieproduktion fallen in eine Phase massiver Infrastrukturinvestitionen. Gestern nahm BYD seine 2.000. Schnellladestation an Autobahnen im Servicebereich Baoying in Yangzhou in Betrieb. Das eigene Jahresziel für diesen Bereich wurde damit vorzeitig abgeschlossen. Landesweit zählt das Unternehmen mittlerweile 11.586 dieser Schnellladestationen.
Parallel dazu treibt der Konzern Partnerschaften im Energiesektor voran. Am Dienstag unterzeichnete die Batteriesparte von BYD ein neues Projektabkommen im chinesischen Shuozhou. Zugleich startete dort eine Innovationsallianz für emissionsfreien Transport und saubere Energielösungen.
Expansion im Nutzfahrzeugbereich und Auslandserfolge
Auch abseits des klassischen Pkw-Markts baut der Konzern sein Geschäft schrittweise um. Am Mittwoch vereinbarte BYD eine strategische Kooperation mit der Xiangyu Group und der Stadt Liaoyang. Die Partner arbeiten künftig bei Lieferketten, elektrischen schweren Lastkraftwagen und Null-Kohlenstoff-Gewerbeparks zusammen.
Bereits am 14. September hatte der Hersteller auf der Fachmesse IAA Transportation neue Nutzfahrzeugmodelle für Europa präsentiert, darunter die elektrische Sattelzugmaschine ETT 44.
Gleichzeitig meldet das Unternehmen Fortschritte bei der internationalen Produktion. Am Montag rollte im thailändischen Werk in Rayong das 100.000. Fahrzeug mit alternativer Antriebstechnik vom Band, ein Exemplar der Reihe Atto 3. Die lokale Beschaffungsquote liegt dort bei rund 50 Prozent, während 95 Prozent der Belegschaft aus Thailand stammen.
Getrübt wurde die operative Entwicklung zuletzt am 18. September durch behördliche Vorgaben. Chinas Marktregulierer ordnete einen Rückruf von 183.211 älteren Fahrzeugen der Modellreihen Qin und Tang an. Grund sind defektanfällige Anschlagpuffer am Bremspedal, die sich lösen können. BYD tauscht die betroffenen Bauteile für die Halter kostenlos aus.
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