BYD Aktie: BlackRock reduziert Anteil auf 6,74 Prozent
Schwächere Branchenbestellungen belasteten BYD, während höherer Großhandel Citigroup zu einer angehobenen Exportprognose veranlasste.

- E-Auto-Bestellungen sanken binnen Jahresfrist um 29 Prozent
- BYD-Großhandel legte monatlich um 11 Prozent zu
- Citigroup hob BYD-Exportprognose für September an
- BlackRock verringerte seine BYD-H-Aktienposition
Die Aktien chinesischer Elektrofahrzeughersteller gerieten gestern spürbar unter Abgabedruck. Neben einer allgemeinen Marktschwäche in Hongkong trübten frische Branchendaten zur Nachfrageentwicklung die Stimmung der Marktteilnehmer ein.
Auch für den Branchenprimus BYD bedeutete dies Gegenwind, obgleich das operative Geschäft zuletzt von gegenläufigen Impulsen geprägt war. Am Freitag schloss das Papier im europäischen Handel bei 8,84 Euro und büßte 0,8 Prozent ein.
Nachfragedämpfer belastet chinesische Autobauer
Auslöser der jüngsten Zurückhaltung waren Erhebungen von Citigroup, denen zufolge die Bestellungen chinesischer Hersteller für Elektrofahrzeuge in der dritten Septemberwoche im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent eingebrochen sind.
Diese Entwicklung schürte bei Investoren neue Sorgen über eine kurzfristige Abkühlung der Nachfrage im chinesischen Heimatmarkt. Der schwächelnde Bestelleingang erfasste daraufhin die Notierungen mehrerer Sektorvertreter an den asiatischen Handelsplätzen.
Für BYD stellt diese allgemeine Verlangsamung eine Hürde dar, nachdem das Papier in den vergangenen 30 Tagen bereits einen Rückgang von 12 Prozent verzeichnet hatte. Der Titel spiegelt damit die anhaltende Nervosität wider, die den gesamten chinesischen Markt für alternative Antriebe derzeit begleitet.
Citigroup hebt Exportprognose dennoch an
Trotz der allgemeinen Nachfragesorgen in der dritten Septemberwoche zeichnete Citigroup am Donnerstag für BYD selbst ein differenzierteres Bild. Das Analysehaus behielt seine Kaufempfehlung für den Konzern bei.
Ausschlaggebend dafür war eine anziehende Dynamik im Großhandel, die sich in Daten der China Passenger Car Association widerspiegelte. Demnach stieg das durchschnittliche tägliche Großhandelsvolumen des Konzerns im bisherigen Monatsverlauf um 11 Prozent gegenüber dem Vormonat.
Aufgrund dieser Entwicklung hob Citigroup am Donnerstag zugleich ihre Exportprognose für BYD für den laufenden September an. Die wachsende Präsenz auf internationalen Märkten bleibt damit eine zentrale Stütze, um eventuelle Schwächephasen im Heimatmarkt auszugleichen. Zudem hatte Morgan Stanley Mitte des Monats, am 15. September, die Einstufung für die Aktie mit „Buy“ bestätigt, das Kursziel jedoch von 121 auf 114 HK$ angepasst.
Großinvestor reduziert Positionen
Neben den branchentypischen Nachfrageschwankungen verzeichnete das Unternehmen Veränderungen in der Aktionärsstruktur. Pflichtmitteilungen der Hongkonger Börse zeigten, dass der Vermögensverwalter BlackRock am Dienstag seinen Anteil an den H-Aktien von BYD von 7,05 Prozent auf 6,74 Prozent reduzierte.
Zusätzliche Kooperationen sollen unterdessen neue Wachstumsfelder erschließen. So unterzeichneten BYD, die Xiangyu Group und die Stadtverwaltung von Liaoyang am Mittwoch eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei elektrischen Schwerlastern, der Logistik sowie Energiespeicherlösungen. Operativ steht das Unternehmen dabei weiterhin vor der Herausforderung, die Nachfrage effizient mit den bestehenden Fertigungskapazitäten in Einklang zu bringen.
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