BYD Aktie: Brüssel-Prüfung?
Im dritten Quartal 2026 wuchs BYDs Nettogewinn stärker als der Umsatz; im Oktober legten besonders die Auslandsverkäufe zu.

- Quartalsumsatz steigt auf 221,488 Milliarden RMB
- Nettogewinn wächst um 28,08 Prozent
- Oktober-Absatz erreicht 490.168 Fahrzeuge
- 14 EU-Abgeordnete fordern Sicherheitsprüfung
BYD hat den Umsatz im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 13,59% auf 221,488 Milliarden RMB gesteigert. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn legte ebenfalls zu, verfehlte laut Reuters jedoch die Schätzungen von Brokerhäusern. Die Quartalszahlen veröffentlichte das Unternehmen am 29. Oktober.
Gewinnwachstum und Preisdruck
Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn stieg im Berichtsquartal um 28,08% auf 10,020 Milliarden RMB. Damit wuchs das Ergebnis stärker als der Umsatz.
Reuters berichtete zugleich von weiterhin schwacher Nachfrage auf dem Heimatmarkt und intensivem Preiswettbewerb. Beim Fahrzeugabsatz meldete BYD für Oktober dennoch einen Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat: Die Verkäufe erhöhten sich um 11% auf 490.168 Fahrzeuge.
Besonders kräftig entwickelten sich die Auslieferungen ins Ausland. Sie nahmen im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 102,8% auf 170.194 Fahrzeuge zu. Das Auslandsgeschäft wuchs damit beim Absatz deutlich schneller als die gesamten Fahrzeugverkäufe.
Sicherheitsbedenken in Europa
Zum europäischen Geschäft kommt eine politische Forderung hinzu: Laut Reuters verlangten 14 Mitglieder des Europäischen Parlaments von der Europäischen Kommission eine Prüfung möglicher Sicherheitsrisiken durch BYD-Fahrzeuge. Die Abgeordneten wollen auch untersuchen lassen, ob Beschränkungen gerechtfertigt wären. Dazu zählt ein möglicher Ausschluss von der öffentlichen Auftragsvergabe.
Die Forderung richtet sich damit sowohl auf die Sicherheitsbewertung der Fahrzeuge als auch auf mögliche Einschränkungen beim Zugang zu öffentlichen Aufträgen. Einen solchen Ausschluss verlangen die Abgeordneten zur Prüfung.
BYD erklärte dazu, auf Daten, die in seinen Fahrzeugen oder seiner Cloud verarbeitet oder gespeichert werden, könne aus China nicht aus der Ferne zugegriffen werden.
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