BYD Aktie: Denza Z sorgt für Ansturm

Der neue Elektro-Supersportwagen Denza Z von BYD verzeichnet über 1.000 Vorbestellungen in nur fünf Tagen und treibt die Aktie an.

Die Kernpunkte:
  • Über 1.000 Vorbestellungen in fünf Tagen
  • Drei Motoren mit 1.600 PS Leistung
  • Sprint von 0 auf 100 in unter 2 Sekunden
  • BYD-Aktie legt in Hongkong leicht zu

Ein Supersportwagen mit 1.600 PS, drei Elektromotoren und einer Beschleunigung, die selbst Porsche das Fürchten lehrt — BYD hat mit dem Denza Z offenbar einen Nerv getroffen. Binnen fünf Tagen gingen weltweit mehr als 1.000 Vorbestellungen ein. Die Aktie honorierte das am Mittwoch in Hongkong mit einem Plus von 0,93 Prozent auf 86,95 Hongkong-Dollar.

Technik als Statement

Der Denza Z ist der erste elektrische Supersportwagen in der BYD-Konzerngeschichte und soll die Luxusmarke Denza international sichtbarer machen. Basis ist die neue e3-Plattform, auf der erstmals ein komplett selbst entwickeltes Steer-by-Wire-System ohne klassische Lenksäule zum Einsatz kommt. Drei Elektromotoren bringen zusammen rund 1.600 PS und 1.240 Newtonmeter Drehmoment auf die Straße.

Angeboten wird der Wagen in drei Varianten — Coupe, Spider und die Racing-Ausführung. Mit optionalen Halbslicks beschleunigt die Racing-Version laut Unternehmensangaben in 1,96 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde und erreicht 350 Kilometer pro Stunde Spitze. Coupe und Spider benötigen 2,25 beziehungsweise 2,30 Sekunden für denselben Sprint — nach Unternehmensangaben schneller als der Porsche 911 Turbo S.

Beim Preis zeigt sich ein deutliches Gefälle zwischen den Märkten. In Großbritannien, wo der Vorverkauf zuerst startete, beginnt der Denza Z bei 142.900 britischen Pfund, umgerechnet rund 192.000 US-Dollar. Auf dem chinesischen Heimatmarkt liegt der Einstiegspreis bei 680.000 Renminbi Yuan — etwa 100.000 US-Dollar und damit rund halb so viel wie in Großbritannien.

Politischer Sprengstoff in Deutschland

Während BYD mit dem Denza Z ein Nischenprodukt für Enthusiasten lanciert, sorgt der Konzern im Massenmarkt für handfesten politischen Zündstoff. Die geplante deutsche E-Auto-Prämie mit einem Fördervolumen von drei Milliarden Euro bis 2029 soll eigentlich heimischen Herstellern helfen. Kommentatoren verweisen jedoch darauf, dass bislang vor allem chinesische Anbieter wie BYD und Tesla von der Kaufzurückhaltung deutscher Kunden gegenüber einheimischen Modellen profitieren — während China erstmals in einem einzigen Monat eine Million Fahrzeuge exportierte.

Die erste Auslieferung des Denza Z ist noch für 2026 geplant, weitere Länder sollen im Verlauf des Jahres und 2027 hinzukommen. Ob sich der Vorbestellboom nach dem Marktstart in zusätzlichen Regionen fortsetzt, dürfte sich erst mit den nächsten Verkaufszahlen zeigen.

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