BYD Aktie: Denza Z startet Vorbestellung

BYD startet Vorbestellungen für den Elektro-Supersportwagen Denza Z und erhält einen Großauftrag für Batteriespeicher aus Abu Dhabi.

Die Kernpunkte:
  • Vorbestellungen für Denza Z starten
  • 1.582 PS starker Elektro-Supersportwagen
  • Großauftrag für Batteriespeicher aus Abu Dhabi
  • Aktie erholt sich leicht von Jahrestief

BYD startet in die zweite Jahreshälfte mit einer Produktoffensive auf mehreren Fronten gleichzeitig. Am Montag, den 13. Juli 2026, öffnet die Premiummarke Denza die Vorbestellungen für ihren ersten Elektro-Supersportwagen. Die Aktie zeigte sich am Freitag bereits erholt und schloss bei 9,58 Euro, ein Plus von 3,01 Prozent.

Denza Z zielt auf die Oberklasse

Der Denza Z feierte sein Europa-Debüt beim Goodwood Festival of Speed und startet nun in China in die Vorbestellphase. Drei Motoren liefern zusammen eine Systemleistung von 1.180 kW, umgerechnet 1.582 PS. Die Topversion „Racing“ soll in 1,96 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen, bei einer Spitzengeschwindigkeit von 350 km/h.

In Großbritannien wird das Modell zwischen 142.900 und 172.900 Pfund kosten. Damit positioniert sich BYD direkt gegen etablierte Hochleistungsmarken im Luxussegment.

Parallel dazu tauchten am 10. Juli bei der chinesischen Zulassungsbehörde MIIT die technischen Daten der Limousine Denza Z9S auf. Der Wagen misst 5.090 Millimeter in der Länge und nutzt Steer-by-Wire-Technik. Der Z9S dürfte künftig direkt gegen die Xiaomi SU7 antreten und den Wettbewerb im chinesischen Premiummarkt weiter verschärfen.

Seagull wächst, BESS-Geschäft expandiert

Auch im Massenmarkt tut sich etwas. Zulassungsdaten vom 10. Juli zeigen ein umfassendes Update für den BYD Seagull. Der Radstand wächst um 150 Millimeter, der Motor legt von 55 kW auf 95 kW zu — damit rückt der Kleinwagen näher an die Abmessungen des größeren Modells Dolphin heran.

Jenseits des Autogeschäfts meldet BYD einen bedeutenden Auftrag aus dem Nahen Osten. Der Entwickler Masdar aus Abu Dhabi hat sich für BYDs Batteriesystem Haohan entschieden. Der Auftrag umfasst 11,275 GWh Speicherkapazität für ein Projekt zur durchgehenden Versorgung mit erneuerbarer Energie.

Das Geschäft zählt zu den größten Einzelverträgen für Batteriespeichersysteme in der Region. Es unterstreicht, wie stark BYD sein Geschäft jenseits des Fahrzeugverkaufs diversifizieren will.

Handelspolitik bremst die Exportstrategie

Trotz der Erholung am Freitag liegt die Aktie noch 35,27 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 14,80 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 12,55 Prozent zu Buche. Der RSI von 55,8 signalisiert nach der Erholung vom Jahrestief bei 8,03 Euro Ende Juni eine neutrale Marktlage.

Die kommende Woche dürfte weiter von Handelsspannungen geprägt sein. Analysten des Center Automotive Research in Deutschland sprachen am 12. Juli von einem möglichen „Wendepunkt“ für chinesische Autohersteller in Europa. Zwar erreichten chinesische Marken im Mai 2026 einen Marktanteil von 10,7 Prozent in Europa. Die EU bewegt sich jedoch offenbar auf endgültige Zölle für Plug-in-Hybride zu und hat bereits Antidumpingzölle von bis zu 45,3 Prozent auf chinesische Reifen verhängt.

Diese protektionistischen Maßnahmen könnten BYDs aggressive Exportstrategie ausbremsen. Genau dieser Export bleibt aber der wichtigste Wachstumstreiber, während der Preiskampf im chinesischen Heimatmarkt anhält.

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