BYD Aktie: Exportboom reicht nicht?

Nach neun Monaten liegt BYD beim Fahrzeugabsatz unter Vorjahr; Exporte gewinnen an Gewicht, während der Quartalsbericht am 29. Oktober folgt.

Die Kernpunkte:
  • Absatz bis September um 3,94 Prozent gesunken
  • Monatlich 622.800 Auslieferungen fürs Jahresziel nötig
  • September-Exporte erreichen 180.700 Fahrzeuge
  • Verwaltungsrat berät Zahlen am 29. Oktober

Um das anvisierte Jahresziel von fünf Millionen Fahrzeugen im Jahr 2026 zu schaffen, steht der chinesische Hersteller BYD vor einem herausfordernden Endspurt. Das Analysehaus UOB Kay Hian bekräftigte am 9. Oktober seine Kaufempfehlung für die Aktie, bezifferte zugleich aber die Hürde für das Jahresende: In den verbleibenden drei Monaten muss der Konzern monatlich im Durchschnitt 622.800 Fahrzeuge ausliefern.

Die Bilanz der ersten drei Quartale zeigt, warum die Messlatte hoch liegt. In den Monaten Januar bis September setzte das Unternehmen insgesamt 3.131.576 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ab. Das bedeutet im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 3,94 Prozent.

Zwar zog der Absatz zum Quartalsende wieder an, doch die Dynamik verteilt sich ungleichmäßig auf die Regionen. Während die Inlandsnachfrage in China nach Beobachtung der Nachrichtenagentur Reuters anhaltend träge verläuft, wächst die Bedeutung des internationalen Geschäfts rapide. Der Konzern treibt seine Auslandspräsenz voran, um die verhaltene Nachfrage auf dem hart umkämpften Heimatmarkt auszugleichen.

Exporte stützen das Geschäft

Wie stark der Rückenwind von außerhalb Chinas weht, belegen die jüngsten Absatzzahlen für den September. BYD meldete für diesen Monat einen Gesamtabsatz von 463.561 Einheiten. Bemerkenswert fiel dabei das Auslandsgeschäft aus: Die Ausfuhren stiegen im September auf 180.700 Einheiten.

Trotz der Zuwächse im Exportgeschäft sind die internationalen Ambitionen mit Unsicherheiten behaftet. Executive Vice President Stella Li bezeichnete geopolitische Spannungen als die größte Herausforderung für die weitere Expansion des Konzerns.

Für den Markt der Vereinigten Staaten erteilte das Management dem Verkauf von Pkw für den aktuellen Zeitraum eine Absage. Hinzu kommt, dass China die Mehrwertsteuer-Rückerstattung für E-Auto-Exporte kürzt, was die Margen im Überseegeschäft perspektivisch belasten könnte.

Zahlenwerk am 29. Oktober

An den Kapitalmärkten schlägt sich die Mischung aus Absatzdruck und Handelsbarrieren spürbar nieder. Am Mittwoch ging die Aktie mit einem Schlusskurs von 8,29 Euro aus dem Handel. Seit Jahresbeginn verlor das Papier 23 Prozent an Wert. Vor rund zwei Wochen hatte zudem JPMorgan die Einstufung für den Titel herabgesetzt.

Wichtige Hinweise auf die Ertragskraft liefert der anstehende Finanzbericht. Am 29. Oktober tritt der Verwaltungsrat von BYD zusammen. Das Gremium berät und beschließt die ungeprüften Geschäftszahlen für das dritte Quartal sowie die ersten neun Monate. Für Investoren steht dabei im Mittelpunkt, wie profitabel sich das Wachstum im Ausland gestaltet.

Anzeige

Stand heute, 15. Oktober: BYD – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in BYD investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 15. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

BYD: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu BYD