BYD Aktie: Exporte explodieren!

Internationale Verkäufe stützen BYDs Septemberbilanz, während die Auslieferungen der ersten neun Monate unter dem Vorjahreswert liegen.

Die Kernpunkte:
  • 463.561 Fahrzeuge im September ausgeliefert
  • Pkw- und Pickup-Exporte legten kräftig zu
  • Neunmonatsauslieferungen sanken um 3,94 Prozent
  • JPMorgan senkte BYDs Kursziel auf 88 Hongkong-Dollar

Der chinesische Automobilkonzern BYD meldet für den Monat September einen deutlichen Zuwachs bei den Auslieferungen von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Weltweit setzte der Konzern im vergangenen Monat 463.561 sogenannte New-Energy-Vehicles ab, was einem Anstieg von rund 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Getrieben wurde das Wachstum vor allem durch die internationale Nachfrage, während die Gesamtbilanz für das bisherige Kalenderjahr weiterhin unter Vorjahresniveau verharrt.

Starkes Auslandsgeschäft stützt Absatzzahlen

Die detaillierten Absatzzahlen zeigen eine deutliche Verschiebung der Gewichte. Während der Gesamtmarkt in China mit Herausforderungen kämpft, zogen die Ausfuhren kräftig an. Die Exporte von Pkw und Pickups kletterten im September im Jahresvergleich um 153,9 Prozent auf 179.877 Einheiten. Insgesamt beliefen sich die Ausfuhren auf 180.700 Fahrzeuge.

Auf Neunmonatssicht bleibt das Bild jedoch verhaltener. Von Januar bis September 2026 lieferte BYD insgesamt 3.131.576 Fahrzeuge aus. Das entspricht einem Rückgang von 3,94 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Laut Reuters belasten eine anhaltend verhaltene Binnennachfrage sowie ein verschärfter Wettbewerb durch den Rivalen Geely das Geschäft auf dem Heimatmarkt.

Analystenabstufung und Gegenwind im Branchenumfeld

Die verhaltene Entwicklung im Heimatmarkt schlug sich zuletzt auch in Analystenkommentaren nieder. Vor gut einer Woche stufte die US-Bank JPMorgan die Aktie von „Overweight“ auf „Neutral“ herab und reduzierte das Kursziel von 124 auf 88 Hongkong-Dollar.

Die Experten begründeten diesen Schritt mit einer schwächeren Autonachfrage in China, gestiegenen Beschaffungskosten, politischer Unsicherheit sowie Handelshürden bei der internationalen Expansion.

Im Handel notiert der Titel bei 8,47 Euro und weist seit Jahresbeginn ein Minus von 21 Prozent auf.

Netzausbau und Messeauftritt in Paris

Um die Akzeptanz im Heimatmarkt hochzuhalten, treibt das Unternehmen die Ladeinfrastruktur voran. Am 24. September nahm BYD Medienberichten zufolge an der Raststätte Baoying in Yangzhou seine 2.000. Schnellladestation an chinesischen Autobahnen in Betrieb und übertraf damit das eigene Jahresziel vorzeitig. Landesweit umfasst das Netz des Konzerns inzwischen 11.586 Stationen in 341 Städten.

Zusätzliche Impulse für das internationale Geschäft erhofft sich der Hersteller von seinem bevorstehenden Auftritt auf der Paris Motor Show. Auf der europäischen Leitmesse, die vom 12. bis 18. Oktober stattfindet, plant BYD die Präsentation eines neuen Modells für das internationale Publikum.

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