BYD Aktie: Exporte schnellen um 151,6 Prozent hoch
Die Da-Han-Limousine ist in China erhältlich, während BYDs September-Exporte alternativer Antriebe um 151,6 Prozent zunahmen.

- Da Han startet zu drei Verkaufspreisen
- Reichweitenstärkste Version schafft bis zu 1.008 Kilometer
- Seagull-Neuauflage für 20. Oktober vorgesehen
- September-Exporte steigen um 151,6 Prozent
Der chinesische Elektrofahrzeughersteller BYD treibt die Erweiterung seiner Fahrzeugpalette mit hohem Tempo voran. Nachdem das Unternehmen in dieser Woche die neue Elektrolimousine Da Han in China in den Handel brachte, rückte gestern die strategische Bedeutung des Modells in den Fokus chinesischer Wirtschaftsmedien: Als Flaggschiff der Dynasty-Reihe markiert das Fahrzeug den gezielten Vorstoß des Konzerns in das Segment großer Reiselimousinen. Im gestrigen Handel legte die Aktie leicht zu und schloss bei 8,35 Euro.
Vorstoß in die automobile Oberklasse
Mit dem Da Han zielt BYD auf zahlungskräftigere Käuferschichten im Heimatmarkt ab. Medienberichten zufolge legte das Unternehmen die offiziellen Verkaufspreise bei 235.900 CNY, 249.900 CNY und 275.900 CNY fest. Damit blieben die Einstiegskosten unter der Spanne des ursprünglichen Vorverkaufs.
Das Modell verfügt über eine Schnellladefunktion und soll in der reichweitenstärksten Konfiguration nach dem chinesischen CLTC-Testzyklus bis zu 1.008 Kilometer zurücklegen können. Mit dieser Kombination aus Reichweite und Ladegeschwindigkeit will der Konzern den Druck auf die etablierte Konkurrenz im oberen Segment weiter erhöhen.
Breites Produktspektrum vom Kleinwagen bis zur Limousine
Gleichzeitig vernachlässigt der Hersteller das Volumensegment am unteren Ende der Preisskala nicht. Medienberichten zufolge bereitet das Unternehmen für den 20. Oktober die Markteinführung der zweiten Generation des kompakten Einstiegsmodells Seagull in China vor.
Die Neuauflage soll gegenüber dem Vorgänger gewachsene Abmessungen aufweisen. Zudem wird das Modell Medienberichten zufolge optional mit LiDAR-Sensorik für teilautomatisiertes Fahren ausgestattet sein, was fortschrittliche Assistenzfunktionen in günstigere Preisklassen bringt.
Wachsende Exportzahlen und ambitionierte Europapläne
Auf den internationalen Märkten gewinnt BYD unterdessen an Gewicht. Nach Erhebungen des chinesischen Automobilverbands CPCA führte das Unternehmen im September das Ranking der chinesischen Exporteure von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben an. Mit 174.277 ausgeführten Einheiten lag der Exportabsatz um 151,6 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats.
Um das Auslandsgeschäft weiter zu festigen, investiert BYD auch in lokale Strukturen. Executive Vice President Stella Li erklärte gegenüber Bloomberg, dass der Konzern anstrebe, seine europäische Belegschaft bis zum Jahr 2030 auf rund 40.000 Mitarbeiter aufzubauen.
Dennoch agiert der Konzern in einem anspruchsvollen Umfeld: Neue regulatorische Beschränkungen in Übersee und der harte Preiskampf im Heimatmarkt dämpfen die Stimmung der Investoren. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier an der Börse einen Rückgang von 22 Prozent.
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