BYD Aktie: Exporte stützen, Preiskampf bremst

BYD steigert Umsatz und Nettogewinn im dritten Quartal, bleibt jedoch unter den Analystenschätzungen; Auslandsgeschäfte federn den Preisdruck ab.

Die Kernpunkte:
  • Nettogewinn steigt um 28 Prozent
  • Umsatz wächst um 14 Prozent
  • Analystenschätzungen bei beiden Kennzahlen verfehlt
  • Auslandsverkäufe gleichen Preisdruck teilweise aus

BYD wächst im Ausland kräftig, verdient aber weniger als erwartet. Das dritte Quartal zeigt ein bekanntes Muster: Die Verkäufe laufen, die Erträge bleiben dahinter zurück.

Gewinn wächst, aber zu langsam

Der Nettogewinn stieg im dritten Quartal um 28 Prozent auf gut 10 Milliarden Yuan, umgerechnet etwa 1,35 Milliarden Euro. Analysten hatten mit mehr als 12 Milliarden Yuan gerechnet. Die Zahlen legte der Konzern nach Börsenschluss in Hongkong vor.

Beim Umsatz fiel das Bild ähnlich aus. Die Erlöse legten um 14 Prozent auf 221,5 Milliarden Yuan zu, auch hier lagen die Erwartungen höher. Ein Einbruch ist das nicht, aber die Lücke zu den Prognosen ist spürbar.

Preiskampf im Heimatmarkt

Der chinesische Automarkt insgesamt schwächelt, Elektroautos sind dagegen gefragt. Genau in diesem Segment tobt allerdings ein harter Preiskampf. Er hat zuletzt auch die Gewinne von BYD belastet.

Die Exporte wirken als Gegengewicht. Dank gestiegener Auslandsverkäufe zog der Gewinn zuletzt wieder an. Die internationale Präsenz wächst damit schneller, als sich die Ertragslage verbessert. Marktbeobachter dürften genau darin den Kern der verhaltenen Stimmung sehen.

Börsenwert unter Druck

An der Börse schlägt sich das bereits nieder. Die Marktkapitalisierung ist seit Jahresbeginn um 28 Prozent auf rund 90 Milliarden Euro gesunken. Zum Vergleich: Volkswagen verlor seit Ende 2025 fast ein Drittel und kommt auf 35 Milliarden Euro.

Am Donnerstag lag die Aktie im Handel auf Tradegate zeitweise leicht im Plus bei 70,28 Euro. Die Zahlen kamen erst danach. Sie könnten den Titel am Freitag in Hongkong erneut unter Druck setzen, da die Gewinnerwartungen klar verfehlt wurden. Entscheidend ist dann die Reaktion beim ersten Handel nach der Veröffentlichung.

Anzeige

Stand heute, 29. Oktober: BYD – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in BYD investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 29. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

BYD: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu BYD