BYD Aktie: Exportrekord mit 160.644 Fahrzeugen im Mai

BYD meldet Rekord bei Auslandsverkäufen im Mai. Der Exportanteil steigt auf 42 Prozent, während der Heimatmarkt sich stabilisiert.

Die Kernpunkte:
  • Exportrekord mit 160.644 Fahrzeugen
  • Auslandsanteil steigt auf 42 Prozent
  • Achtmonatige Verlustserie im Gesamtabsatz beendet
  • Heimatmarkt zeigt Stabilisierungstendenz

BYD liefert im Mai ein Signal, das über die reine Absatzstatistik hinausgeht. Der chinesische Elektroautobauer verkauft wieder mehr Fahrzeuge, vor allem aber verschiebt sich der Mix sichtbar ins Ausland. Im Mai setzte BYD 383.453 Fahrzeuge mit New-Energy-Antrieb ab, davon 160.644 außerhalb Chinas.

Für die Aktie ist genau diese Verschiebung der Kernpunkt. Der Heimatmarkt bleibt schwierig, während internationale Märkte stärker tragen. Das macht die Mai-Zahlen spannender, als es das kleine Plus beim Gesamtabsatz zunächst vermuten lässt.

Exporte verändern das Bild

Der Auslandsabsatz erreichte im Mai einen Rekord. Mit 42 Prozent entfiel inzwischen ein großer Teil der monatlichen NEV-Verkäufe auf Märkte außerhalb Chinas. Gegenüber dem Vorjahr legte diese Position um 80,40 Prozent zu.

Auch über mehrere Monate zeigt sich der Trend klar. In den ersten fünf Monaten kam BYD im Ausland auf 616.900 verkaufte Fahrzeuge, ein Plus von 64,9 Prozent. Das stärkt die Erzählung, dass BYD zunehmend weniger allein vom chinesischen Markt abhängt.

Dort bleibt die Lage jedoch angespannt. In China verkaufte BYD im Mai 222.809 Fahrzeuge, 24,07 Prozent weniger als im Vorjahr, aber 19,77 Prozent mehr als im April. Die Erholung ist also da, sie reicht bislang nur nicht an das Niveau des Vorjahres heran.

Damit entsteht ein zweigeteiltes Bild. Das Ausland liefert Wachstum, der Heimatmarkt liefert Stabilisierung. Genau diese Mischung dürfte den Blick auf die kommenden Monatsdaten prägen.

Mai beendet die Verlustserie

Der Gesamtabsatz lag im Mai nur 0,26 Prozent über dem Vorjahr, sprang aber gegenüber April um 19,41 Prozent. Das absolute Wachstum wirkt klein. Der Trendbruch ist wichtiger.

Damit endete eine achtmonatige Serie rückläufiger Großhandelsabsätze im Jahresvergleich. Es war der erste positive Monatswert im laufenden Jahr. Kein Wunder, dass der Markt genauer hinschaut.

Der Rückstand seit Jahresbeginn ist trotzdem nicht verschwunden. Kumuliert verkaufte BYD in den ersten fünf Monaten 1.405.039 NEVs, 20,32 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Auch die Produktion zeigt noch Druck. Sie lag bei 1.410.884 Einheiten und damit 21,27 Prozent niedriger. Der Mai verbessert die Richtung, löscht aber die schwache Basis der Vormonate nicht aus.

Pkw bleiben der Volumentreiber

Das Pkw-Geschäft bleibt der klare Kern von BYD. Im Mai setzte der Konzern 376.990 Pkw mit NEV-Antrieb ab; gegenüber April lag das Plus bei 20,02 Prozent. Im Jahresvergleich bewegte sich das Segment weitgehend seitwärts.

Bei reinen Batterieautos verkaufte BYD 198.674 Pkw. Das waren 2,79 Prozent weniger als im Vorjahr, aber 26,59 Prozent mehr als im April.

Das zeigt: Die Monatsdynamik verbessert sich, während der Jahresvergleich noch Spuren des schwächeren Marktumfelds trägt. Reine Stromer sind damit nicht der alleinige Treiber der Erholung.

Plug-in-Hybride kamen im Mai auf 178.316 Einheiten. Hier stand ein Plus von 3,34 Prozent zum Vorjahr und 13,46 Prozent zum Vormonat.

Seit Jahresbeginn bleibt auch dieser Bereich unter Druck. Reine Elektro-Pkw erreichten kumuliert 666.007 Verkäufe, ein Minus von 18,43 Prozent.

Bei Plug-in-Hybriden lag der Absatz in den ersten fünf Monaten bei 714.076 Einheiten. Das entspricht einem Rückgang von 22,31 Prozent.

Markenbreite stützt die Erholung

Die Markendaten sprechen dafür, dass die Erholung nicht nur an einem einzelnen Modell hängt. Der Großteil des Volumens kommt weiter aus den etablierten Baureihen, während Premium- und Spezialmarken kleinere Beiträge liefern.

  • Dynasty und Ocean: 330.215 Einheiten
  • Fangchengbao: 30.186 Einheiten
  • Denza: 16.303 Einheiten
  • Yangwang: 286 Einheiten

Für BYD zählt nun der Juni. Ein weiterer starker Auslandsmonat und stabilere China-Zahlen würden den Mixwechsel untermauern. Fällt der Heimatmarkt wieder zurück, bleibt der Mai eher eine Erholung aus schwachen Vormonaten. Der stärkste Punkt der aktuellen Daten ist klar: Nicht das minimale Plus beim Gesamtabsatz bewegt die Story, sondern der Exportrekord.

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