BYD Aktie: Exportwachstum erreicht 124,3 Prozent

BYD verzeichnet dank Rekordexporten ein starkes Juli-Wachstum und übertrifft die Konkurrenz. Die Aktie erreicht den höchsten Stand seit Juni, während das Jahresminus weiter schrumpft.

Die Kernpunkte:
  • Rekordexporte treiben Juli-Wachstum
  • Aktie erreicht höchsten Stand seit Juni
  • Jahresminus schrumpft deutlich
  • BYD übertrifft schwächelnde Konkurrenz

BYD zieht sich weiter von der schwächelnden Konkurrenz ab. Während Nio, Li Auto und XPeng zuletzt Kursverluste verbuchten, steigt die BYD-Aktie in Hongkong auf ihr höchstes Niveau seit dem 3. Juni. Der Auslöser: Auslieferungszahlen für Juli, die deutlich stärker ausfielen als im Vormonat.

Am Montag notiert die in Hongkong gelistete Aktie bei 10,48 Euro. Das ist ein Plus von 1,71 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss von 10,30 Euro. Über die vergangenen 30 Tage hat das Papier fast zehn Prozent zugelegt.

Juli-Zahlen als Auslöser

BYD hat im Juli 419.211 Neue-Energie-Fahrzeuge im Großhandel verkauft. Das entspricht einem Plus von 21,76 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wächst der Konzern bereits den dritten Monat in Folge – und deutlich schneller als im Juni, als das Plus nur 5,46 Prozent betrug.

Den größten Anteil am Wachstum liefert das Auslandsgeschäft. BYD exportierte im Juli 179.841 Personenwagen und Pickups. Das ist ein Rekordwert und ein Anstieg von 124,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit stammt inzwischen fast jedes zweite verkaufte Fahrzeug aus dem Export.

Genau dieser Unterschied trennt BYD derzeit vom Rest der chinesischen Konkurrenz. Kleinere Hersteller wie Nio, XPeng und Li Auto hängen fast vollständig am heimischen Markt. Der ist gesättigt und von einem harten Preiskampf geprägt.

Chartbild hellt sich auf

Der aktuelle Kurs von 10,48 Euro liegt knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 10,55 Euro. Diese Marke konnte die Aktie über weite Strecken des Jahres nicht zurückerobern. Der Relative-Stärke-Index von 64,5 zeigt Momentum, ohne bereits in überkaufte Territorien zu laufen.

Die jährliche Volatilität bleibt mit 39,23 Prozent hoch. Das passt zu einem Jahr, in dem BYD-Aktionäre einiges aushalten mussten: Seit Jahresbeginn steht das Papier immer noch 2,14 Prozent im Minus, auf Zwölf-Monats-Sicht sogar 16,72 Prozent. Vom Rekordhoch aus dem August 2025 bei 13,23 Euro trennen die Aktie noch gut 20 Prozent.

Wachstum bleibt im Gesamtjahr negativ

Trotz der starken Monatszahlen zeigt die Jahresbilanz ein anderes Bild. Von Januar bis Juli hat BYD insgesamt 2.227.722 Neue-Energie-Fahrzeuge verkauft – ein Rückgang von 10,54 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang schwächt sich aber ab: Im ersten Halbjahr lag das Minus noch bei 15,72 Prozent.

Diese Verbesserung, kombiniert mit der Juli-Stärke gegenüber der Konkurrenz, erklärt die aktuelle Kursbewegung. Der Preiskampf in China hat BYD über weite Strecken des Jahres 2026 stark zugesetzt. Die Exportzahlen liefern jetzt einen Ausweg aus dieser Falle.

Im August stehen bei mehreren chinesischen Herstellern neue Modelle an, auch BYD selbst plant weitere Produktvorstellungen. Ob der Konzern seinen Vorsprung gegenüber Nio, Li Auto und XPeng in den kommenden Wochen halten kann, dürfte sich an den August-Verkaufszahlen ablesen lassen.

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