BYD Aktie: Formel-1-Einstieg mit Horner und Domenicali

BYD verhandelt über Formel-1-Einstieg und bringt den Sealion 06 auf den Markt. Die Expansion in Südkorea zeigt das rasante Wachstum des Konzerns.

Die Kernpunkte:
  • Verhandlungen über Formel-1-Einstieg
  • Marktstart des Sealion 06 DM-i
  • Denza Z9 GT erzielt 811.000 Dollar
  • Südkorea-Absatz verzehnfacht sich

Gespräche in Cannes haben eine neue Dimension. BYD-Chef Wang Chuanfu und Vizepräsidentin Stella Li sollen dort mehrtägige Verhandlungen mit Ex-Red-Bull-Chef Christian Horner und Formel-1-CEO Stefano Domenicali geführt haben. Das Ziel: ein Einstieg als zwölftes Werksteam in die Königsklasse des Motorsports.

Warum die Formel 1 jetzt Sinn ergibt

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Ab 2026 schreibt die Formel 1 vor, dass Antriebe zu 50 Prozent elektrisch sein müssen und ausschließlich nachhaltige Kraftstoffe zum Einsatz kommen. Für BYD, aktuell mit rund 125 Milliarden Dollar bewertet, ist das eine Bühne für seine Hybrid- und Batterietechnologie.

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Neben einem kompletten Neueinstieg als eigenständiges Team steht offenbar auch eine 24-Prozent-Beteiligung am Alpine-F1-Team zur Diskussion. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem hat Offenheit gegenüber chinesischen Herstellern signalisiert. Allerdings wäre ein Einstieg teuer: Die sogenannte Anti-Dilution-Zahlung an bestehende Teams könnte mehrere Milliarden Dollar betragen.

Sealion 06 und Luxus-Auktion in Cannes

Parallel läuft das operative Geschäft auf Hochtouren. Am Dienstag, 26. Mai, bringt BYD den Sealion 06 DM-i offiziell auf den chinesischen Markt. Das Fahrzeug trägt eine 38-kWh-Batterie und schafft rein elektrisch bis zu 310 Kilometer. Die kombinierte Reichweite liegt bei 1.845 Kilometern. Preise starten bei rund 150.000 Yuan, optional gibt es das DiPilot-300-Lidarsystem für 12.000 Yuan Aufpreis.

Ebenfalls in Cannes sorgte die Luxusmarke Denza für Aufmerksamkeit. Eine Sonderedition des Denza Z9 GT in Kooperation mit Chopard erzielte beim amfAR-Gala-Auktionsabend am 23. Mai 811.000 Dollar. Der Erlös ging an die AIDS-Forschung. Das Serienmodell des Z9 GT leistet knapp 1.000 PS aus drei Elektromotoren.

Südkorea zeigt, wie schnell BYD wächst

Wer noch zweifelt, wie aggressiv BYD international expandiert, sollte auf Südkorea schauen. Chinesische Elektroautos hielten dort 2025 einen Marktanteil von 33,9 Prozent — gegenüber 1,1 Prozent im Jahr 2021. Allein von Januar bis April 2026 verkaufte BYD in Südkorea fast 6.000 Fahrzeuge. Das entspricht einer Verzehnfachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Aktie wird in der kommenden Woche zwei konkrete Impulse verarbeiten: den Marktstart des Sealion 06 am Dienstag und mögliche weitere Details zum Formel-1-Vorhaben. Letzteres hätte das Potenzial, BYDs technologisches Image dauerhaft neu zu definieren — vorausgesetzt, die Milliardenzahlung lässt sich schultern.

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