BYD Aktie: Formula S mit Fünf-Minuten-Ladung
BYD bringt neue Fahrzeuge auf den Markt, baut seine Ladeinfrastruktur aus und steigert den Auslandsabsatz im August um 134,6 Prozent.

- Formula S mit fünf neuen Modellen
- Schnellladen von zehn auf 70 Prozent
- BYD plant 20.000 Schnellladestationen
- Auslandsauslieferungen steigen um 134,6 Prozent
Mit neuen Modellen und extremen Ladezeiten erhöht BYD den Druck auf die internationale Konkurrenz. Der chinesische Autokonzern hat seine Modellpalette mit zwei parallelen Premieren ausgebaut und treibt zeitgleich den Aufbau der firmeneigenen Ladeinfrastruktur voran.
Am gestrigen Sonntag startete der Hersteller über seine Submarke Fang Cheng Bao die neue Baureihe Formula S auf dem Heimatmarkt. Die Serie umfasst fünf Modelle, aufgeteilt in drei Limousinen und zwei GT-Varianten. Preislich positioniert BYD die Fahrzeuge zwischen 189.900 und 239.900 Yuan und unterbietet damit das Model 3 von Tesla.
Als technisches Kernstück kommt die zweite Generation der konzerneigenen Blade-Batterie zum Einsatz. Nach Herstellerangaben ermöglicht das integrierte Schnellladesystem ein Aufladen von 10 auf 70 Prozent der Kapazität innerhalb von fünf Minuten; ein Ladevorgang von 10 auf 97 Prozent soll neun Minuten dauern.
Auffrischung im Einstiegssegment und Ladeinfrastruktur
Am heutigen Montag legte das Unternehmen zudem im Einstiegssegment nach. Der kompakte Yuan Up, der auf Exportmärkten als Atto 2 vertrieben wird, erhielt in China die Ausführung Feichi Edition ab 74.800 Yuan. Das Modell nutzt eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit einer Kapazität von 51,13 Kilowattstunden von der Tochtergesellschaft FinDreams, die eine Reichweite von bis zu 501 Kilometern nach dem chinesischen CLTC-Zyklus ermöglicht.
Flankiert wird die Fahrzeugoffensive durch den Ausbau eigener Ladestationen. BYD hat inzwischen mehr als 10.000 Schnellladestationen in 332 Städten in Betrieb genommen. Bis zum Ende des laufenden Jahres plant der Konzern, dieses Netz auf 20.000 Einheiten zu verdoppeln.
Die technologische Aufrüstung zielt darauf ab, die Dynamik im In- und Ausland hochzuhalten. Vorbörslich notiert die BYD-Aktie bei 9,01 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang einen Rückgang von 16 Prozent.
Auslandsmärkte gewinnen an Gewicht
Während der chinesische Gesamtmarkt zuletzt Schwächen zeigte, wachsen die Aktivitäten außerhalb des Heimatmarktes weiter an. Im August lieferte BYD im Auslandsgeschäft 188.746 Fahrzeuge aus, was einem Anstieg von 134,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. In den ersten acht Monaten des Jahres summierte sich der Auslandabsatz damit auf 1.157.954 Einheiten.
Auch auf kleineren Überseemärkten verzeichnet das Unternehmen Zuwächse. In Neuseeland überschritt BYD vier Jahre nach dem dortigen Marktstart die Marke von 15.000 zugelassenen Fahrzeugen. Um lokale Handelsbarrieren zu verringern, baut der Konzern zugleich eigene Produktionsstätten im Ausland auf.
Im brasilianischen Bundesstaat Bahia beschäftigte das dortige Werk im Juli bereits 5.500 direkte Mitarbeiter. Bei Erreichen des Vollbetriebs sollen an dem südamerikanischen Standort insgesamt 20.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze entstehen.
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