BYD Aktie: Goldman hält dagegen!
BYD steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal, verfehlte jedoch Analystenschätzungen; Goldman Sachs verwies auf Preisnachlässe für ältere Modelle.

- Nettogewinn stieg auf 10,02 Milliarden Yuan
- Quartalsgewinn blieb unter der Schätzspanne
- Rabatte auf ältere Modelle belasteten Ergebnisse
- Goldman Sachs hielt an Kaufempfehlung fest
Höhere Händlerrabatte auf ältere Modelle haben bei BYD die durchschnittlichen Verkaufspreise stärker belastet als erwartet. Darauf verwies Goldman Sachs am Freitag nach den enttäuschenden Quartalszahlen. Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie viel vom wachsenden Geschäft als Gewinn übrig bleibt. Selbst die mehr als verdoppelten Auslandsverkäufe konnten die Enttäuschung über das Ergebnis nicht ausgleichen.
Preisnachlässe erklären die Ergebnislücke
Nach Einschätzung von Goldman Sachs unterschritten sowohl der Bruttogewinn als auch das operative Ergebnis und der Nettogewinn die eigenen Prognosen. Die Analysten führten die Belastung durch Rabatte ausdrücklich auf ältere Modelle zurück. Ihre Aussage beschreibt damit keinen allgemeinen Preisverfall über das gesamte Angebot hinweg, sondern einen konkreten Belastungsfaktor im Modellbestand.
Der Nettogewinn stieg im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 28% auf 10,02 Milliarden Yuan. Das Wachstum allein reichte allerdings nicht aus, um die Erwartungen der Analysten zu erfüllen.
Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen Verbesserung und Überraschung: BYD verdiente mehr als im Vorjahr, blieb aber hinter den Prognosen zurück. Die von Goldman Sachs genannten Rabatte liefern dafür eine Erklärung auf der Preisseite. Höhere Verkäufe und ein steigender Umsatz sind unter solchen Bedingungen nicht automatisch gleichbedeutend mit einem Ergebnis auf dem erwarteten Niveau.
Laut Reuters hatten die zusammengestellten Brokerschätzungen für den Quartalsgewinn zwischen 11,4 Milliarden und 12,95 Milliarden Yuan gelegen. Der gemeldete Gewinn blieb damit unter dem unteren Ende dieser Spanne.
Auslandsgeschäft gleicht Enttäuschung nicht aus
Die am Freitag berichtete Schwäche der Hongkonger Aktien wurde der verfehlten Ergebniserwartung zugeschrieben. Das kräftige Auslandsgeschäft trat dabei in den Hintergrund. Für Anleger stehen damit zwei unterschiedliche Signale nebeneinander: BYD baut seine Verkäufe außerhalb Chinas aus, während Preisnachlässe auf ältere Modelle die Ergebnisentwicklung belasten.
Der Quartalsumsatz erhöhte sich um 13,6% auf 221,5 Milliarden Yuan. Auch diese Kennzahl blieb Medienberichten zufolge unter den Analystenerwartungen.
Goldman Sachs hielt am Freitag dennoch an seiner Kaufempfehlung für die H-Aktien fest. Die Analysten trennten damit die schwächeren Quartalskennzahlen von ihrer Anlageempfehlung. Die zentrale Einordnung lautet deshalb nicht, dass BYD ohne Wachstum dasteht.
Vielmehr genügte das gemeldete Wachstum nicht den Erwartungen. Bei der Bewertung der weiteren Entwicklung kommt es entsprechend nicht nur auf die Verkaufsdynamik an, sondern auch auf die Belastung der Verkaufspreise durch Rabatte.
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