BYD Aktie: Horizon Super Drive spart 4.000 Yuan
Der chinesische Autobauer BYD kämpft mit massivem Gewinneinbruch und setzt auf günstige Zulieferertechnik für autonomes Fahren, um die Kosten zu senken.

- Nettogewinn im ersten Quartal eingebrochen
- Test von Horizon Robotics Assistenzsystem
- Externe Chips senken Produktionskosten
- Aktie mit RSI nahe überverkauftem Niveau
Starke Technologie, schwache Kurse. Bei BYD klaffen Anspruch und Börsenrealität derzeit weit auseinander. Der chinesische Autobauer testet ein neues System für autonomes Fahren. Die Börse reagiert darauf kaum.
Kostendruck zwingt zum Handeln
Der Grund für die Zurückhaltung liegt in der Bilanz. Im ersten Quartal 2026 brach der Nettogewinn um gut 55 Prozent auf 4,08 Milliarden Yuan ein. Das Management muss dringend Kosten senken. Hier kommt das neue Assistenzsystem ins Spiel. BYD testet aktuell die Software „Horizon Super Drive“ in seiner Seal-Limousine. Konzernchef Wang Chuanfu begutachtete das System kürzlich persönlich.
Die Technik stammt vom Zulieferer Horizon Robotics. Dieser Ansatz spart Geld. Externe Prozessoren senken die Produktionskosten pro Fahrzeug um 1.500 bis 4.000 Yuan. Ein wichtiger Hebel im harten Preiskampf.
Langfristig plant BYD eine eigene Architektur. Das System namens Xuanji A3 soll ab 2027 in den teureren Denza-Modellen starten. Bis dahin dominiert externe Hardware den chinesischen Markt. Nvidia führt hier mit knapp 51 Prozent Marktanteil. Horizon Robotics folgt als Herausforderer.
Aktie extrem überverkauft
An der Börse verpufft die technische Fantasie bisher. Die BYD-Aktie notiert aktuell bei 8,22 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 25 Prozent.
Damit trennen das Papier nur noch knapp zwei Prozent vom jüngsten 52-Wochen-Tief. Ein technischer Indikator sticht dabei heraus. Der RSI-Wert von 19,9 signalisiert eine massiv überverkaufte Situation.
Die kommenden Wochen erfordern konkrete Ergebnisse. Das Management muss offizielle Starttermine für das neue Assistenzsystem nennen. Nur wenn die erhofften Kosteneinsparungen sichtbar in der Bilanz ankommen, findet die Aktie einen Boden. Solange diese Beweise fehlen, deckelt die schwache Ertragsdynamik jeden Erholungsversuch.
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