BYD Aktie: Liste irritiert
Das US-Verteidigungsministerium setzte BYD kurzzeitig auf eine Liste von Unternehmen mit angeblichen Militärverbindungen und zog sie nach einer Stunde zurück, was zu Verunsicherung führte.

- Kurzzeitige Einstufung auf Pentagon-Liste
- Rückzug des Dokuments nach etwa 60 Minuten
- Begrenzte Kursreaktion der BYD-Aktie
- Sensibler Zeitpunkt vor geplantem Trump-Xi-Treffen
Ein kurzer Eintrag mit langer Wirkung: Das US-Verteidigungsministerium hat BYD am Freitag für kurze Zeit auf eine Liste chinesischer Unternehmen gesetzt, denen eine Unterstützung des Pekinger Militärs vorgeworfen wird – und das Dokument dann nach rund einer Stunde wieder zurückgezogen. Genau dieses Hin und Her sorgt nun für Verunsicherung am Markt. Denn was gilt jetzt eigentlich?
- Ereignis: BYD kurzzeitig auf der „Chinese Military Companies“(CMC)-Liste, dann Rückzug
- Marktreaktion: BYD in Hongkong rund -1%
- Status: Nach dem Rückzug des Dokuments unklar
- Kontext: Wochen vor dem erwarteten Trump–Xi-Treffen im April
Pentagon veröffentlicht – und zieht zurück
Nach Angaben von Reuters veröffentlichte das Pentagon am Freitag eine aktualisierte CMC-Liste, auf der neben BYD auch große chinesische Tech-Konzerne wie Alibaba und Baidu standen. Kurz nach der Veröffentlichung verschwand das Dokument jedoch wieder aus dem US-Bundesregister.
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In einem Schreiben an das Federal Register hieß es laut Reuters, man wolle die Mitteilung „aus der öffentlichen Einsicht entfernen und die Veröffentlichung zurückziehen“. Eine Begründung nannte das Pentagon demnach nicht.
Kursreaktion bleibt begrenzt – Tech-Sektor schwach
Die BYD-Aktie gab im Hongkonger Handel laut Bloomberg um etwa 1% nach. Der Rücksetzer fiel in eine breitere Schwäche chinesischer Tech-Werte: Alibaba-ADRs verloren am Freitag im nachbörslichen Handel zeitweise bis zu 5%, Baidu-ADRs lagen rund 4,5% im Minus, wie die Taipei Times unter Berufung auf Bloomberg berichtete.
Warum die Einstufung wichtig wäre
Die sogenannte 1260H-Liste existiert seit 2021 und umfasst laut Reuters inzwischen mehr als 130 Organisationen, denen eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Militär vorgeworfen wird. Zwar löst die Aufnahme laut Reuters nicht automatisch Sanktionen aus. Unter einem neuen Gesetz soll das Pentagon in den kommenden Jahren jedoch daran gehindert werden, mit gelisteten Firmen Verträge abzuschließen oder bei ihnen zu beschaffen.
Bloomberg zufolge gilt eine Aufnahme zudem als Signal an Pentagon-Zulieferer und andere US-Behörden und wird häufig als mögliche Vorstufe strengerer Handelsbeschränkungen interpretiert.
BYD äußerte sich laut Bloomberg außerhalb der üblichen Geschäftszeiten nicht zu einer Anfrage. Alibaba widersprach dagegen öffentlich: Es gebe keine Grundlage für die Aufnahme, zudem stellte ein Sprecher laut Reuters rechtliche Schritte in Aussicht.
Der Zeitpunkt ist politisch sensibel: Reuters verweist darauf, dass die Trump-Regierung nach dem Handelsfrieden von Oktober 2025 bemüht gewesen sei, China nicht weiter zu provozieren. Präsident Donald Trump werde im April zu einem Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping in China erwartet. Pentagon und Weißes Haus reagierten laut Reuters zunächst nicht auf Fragen zum Grund des Rückzugs.
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