BYD Aktie: Momenta plant Börsengang am 8. Juli

Der Börsengang des Software-Partners Momenta zeigt die hohen Kosten autonomer Technologie. BYDs Aktie bleibt trotzdem unter Druck.

Die Kernpunkte:
  • Momenta plant Börsengang in Hongkong
  • BYD als wichtiger Kunde genannt
  • Hohe Verluste bei Momenta
  • BYD-Aktie nahe 52-Wochen-Tief

Der chinesische Software-Spezialist Momenta Global drängt an die Hongkonger Börse. Im Prospekt taucht BYD prominent als Kunde auf. Das liefert dem Markt einen neuen Bewertungsmaßstab für autonomes Fahren. Die Aktie des Autobauers profitiert davon allerdings nicht.

Millionen für das Robotaxi

Momenta will beim Börsengang umgerechnet rund 750 Millionen US-Dollar einsammeln. Der Handel startet voraussichtlich am 8. Juli. Das Geld fließt größtenteils in Forschung und Entwicklung. Etwa ein Fünftel ist speziell für den Ausbau von Robotaxi-Diensten reserviert.

Für BYD ist die Positionierung spannend. Momenta nennt den Autobauer neben Toyota und Mercedes-Benz als wichtigen Partner. Mehr als 680.000 Fahrzeuge nutzen die Software bereits. Finanzielle Details zur Partnerschaft mit BYD fehlen jedoch.

Teurer Kampf um die Software

Die Zahlen von Momenta zeigen die harte Realität der Branche. Der Umsatz stieg 2025 zwar kräftig auf 2,4 Milliarden Yuan. Parallel dazu wuchs der Verlust auf fast 3,5 Milliarden Yuan an. Kurz gesagt: ein teures Geschäft.

BYD treibt das Thema intern massiv voran. Ende Mai präsentierte der Konzern einen eigenen Chip für intelligentes Fahren. Dazu kommen Updates für das hauseigene Assistenzsystem. Ein Zulieferer-Börsengang lenkt nun Aufmerksamkeit auf dieses Ökosystem. Er senkt aber nicht automatisch die Entwicklungskosten für BYD.

Aktie am Tiefpunkt

An der Börse dominiert weiterhin Skepsis. Die BYD-Aktie rutschte am Montag auf 8,17 Euro ab. Damit notiert das Papier gefährlich nah am 52-Wochen-Tief. Ein Relative-Stärke-Index von 19,4 signalisiert einen massiven Ausverkauf.

Der Börsengang von Momenta ändert die kurzfristige Dynamik nicht. Investoren fordern handfeste Beweise. BYD muss zeigen, dass die Investitionen in smarte Software die Gewinnmargen stützen. Die kommenden Quartalszahlen müssen hier konkrete Fortschritte bei der Monetarisierung liefern.

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