BYD Aktie: Neuzulassungen in UK springen um 80 Prozent

Europäische Neuzulassungen legten zu, während BYDs Verkäufe von Januar bis September im Jahresvergleich um 3,94 Prozent sanken.

Die Kernpunkte:
  • Britische Zulassungen steigen um 80 Prozent
  • Deutschland meldet 6.052 BYD-Neuzulassungen
  • Weltweite September-Auslieferungen wachsen um 17 Prozent
  • Januar bis September: Verkäufe rückläufig

Europäische Zulassungszahlen geben dem chinesischen Automobilkonzern BYD operativen Rückenwind. Während der Heimatmarkt unter anhaltend intensivem Wettbewerb steht, verzeichnete das Unternehmen im September deutliche Zuwächse auf wichtigen Auslandsmärkten wie Großbritannien und Deutschland. An der Börse notiert die Aktie heute bei 8,34 Euro und damit 0,8 Prozent im Minus.

Starke Nachfrage in Kernmärkten Europas

In Großbritannien kletterten die Neuzulassungen der Marke im September auf 20.140 Fahrzeuge. Das entspricht einer Steigerung von 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Als meistverkauftes Modell im britischen Markt erwies sich dabei der SEAL U DM-i.

Parallel dazu meldete das Unternehmen für Deutschland 6.052 Neuzulassungen im abgelaufenen Monat. Davon entfielen mehr als 3.900 Fahrzeuge auf private Käufer. Der Privatkundenanteil erreichte damit eine Quote von 65 Prozent.

Die Zuwächse in Europa verdeutlichen die wachsende Bedeutung des Exportgeschäfts. Sie helfen dabei, die Erlöse regional breiter aufzustellen und die Abhängigkeit vom chinesischen Binnenmarkt schrittweise zu verringern.

Gedämpfte Dynamik auf dem Heimatmarkt

Weltweit lieferte BYD im September insgesamt 463.561 Fahrzeuge mit alternativem Antrieb aus. Das entspricht einem Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Laut Reuters fingen die robusten Exporte dabei die anhaltend schwache Nachfrage im Inland ab. Das Auslieferungswachstum verlangsamte sich zugleich gegenüber der Rate von 17,8 Prozent aus dem August.

Gestern bestätigte der Konzern zudem, dass die Verkäufe von Januar bis September bei 3.131.576 Einheiten lagen. Das bedeutet im Jahresvergleich einen Rückgang um 3,94 Prozent. Das Unternehmen wies darauf hin, dass diese Zahlen noch ungeprüft sind und Anpassungen unterliegen können.

Vor gut einer Woche hatte die US-Bank JPMorgan die Einstufung für das Papier auf „Neutral“ gesenkt. Als Begründung führten die Analysten die maue Inlandsnachfrage, steigende Vorleistungskosten sowie drohende Handelsbarrieren an, die das Überseewachstum dämpfen könnten.

Hohe Hürden im internationalen Wettbewerb

Mit einem Minus von 22 Prozent seit Jahresanfang spiegelt der Aktienkurs die Zurückhaltung der Investoren wider. Neben dem Preiskampf in China rücken zunehmend tarifäre und nichttarifäre Handelshemmnisse in den Fokus, welche die Expansion chinesischer Hersteller erschweren.

Gleichzeitig passte der Konzern seine Führungsstrukturen an. Die Aktionäre stimmten Ende September mehreren Veränderungen im Verwaltungsrat zu. Unter anderem wurden Cai Hong-ping und Li Yong-zhao zu nicht-geschäftsführenden Direktoren bestellt, während Li Gang und Xu Tu als unabhängige Direktoren hinzukamen.

Ob der Vorstoß in westlichen Märkten die Schwächephase im Heimatland dauerhaft ausgleichen kann, hängt nun maßgeblich von den kommenden Exportmonaten ab.

Anzeige

Stand heute, 8. Oktober: BYD – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in BYD investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 8. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

BYD: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu BYD