BYD Aktie: Preiskampf frisst Gewinn

Der chinesische Elektroauto-Pionier BYD verzeichnet 2025 erstmals seit Jahren einen Gewinneinbruch. Der anhaltende Preiskampf im Heimatmarkt drückt die Margen, während die internationale Expansion an Fahrt gewinnt.

Die Kernpunkte:
  • Nettogewinn sank 2025 um 19 Prozent
  • Rekordumsatz bei schwächstem Wachstum seit Jahren
  • Starker Absatzrückgang im chinesischen Heimmarkt
  • Internationale Verkäufe erreichen Rekordniveau

BYD hat 2025 erstmals seit 2021 einen Gewinnrückgang verbucht. Trotz Rekordumsatz und globaler Marktführerschaft bei Elektrofahrzeugen zeigen die Zahlen, wie stark der anhaltende Preiskampf im EV-Sektor an den Margen nagt.

Zahlen unter Druck

Der Nettogewinn sank im Gesamtjahr 2025 um 19 Prozent auf 32,6 Milliarden Yuan (rund 4,4 Milliarden US-Dollar). Der Umsatz wuchs zwar auf einen Rekordwert von 804 Milliarden Yuan — allerdings nur um 3,5 Prozent. Das ist die schwächste Wachstumsrate seit sechs Jahren.

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Besonders das Schlussquartal belastete die Bilanz. Der Quartalsgewinn brach um 38 Prozent auf 9,3 Milliarden Yuan ein und verfehlte damit die Analystenerwartungen von 10,5 Milliarden Yuan deutlich. Der Quartalsumsatz schrumpfte gleichzeitig um 14 Prozent.

Die Bruttomarge im Automobilsegment gab um 1,8 Prozentpunkte auf 20,5 Prozent nach. Um Kosten zu senken, baute BYD seine Belegschaft um 10,2 Prozent auf rund 870.000 Mitarbeiter ab.

Heimmarkt schwächelt, Ausland wächst

Im chinesischen Heimmarkt gerät BYD zunehmend unter Druck. In den ersten beiden Monaten 2026 überholte Geely den bisherigen Marktführer — und die BYD-Gesamtverkäufe im Januar und Februar 2026 fielen um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 400.241 Einheiten. Stärker war der Einbruch zuletzt während der Pandemie.

International läuft es besser. BYD verkaufte 2025 insgesamt 2,26 Millionen reine Elektrofahrzeuge — ein Plus von 28 Prozent und deutlich mehr als Teslas 1,64 Millionen Auslieferungen. Die Auslandsverkäufe übersprangen erstmals die Millionen-Marke, ein Anstieg von 150 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Februar 2026 übertraf BYD in Europa sogar Teslas Absatzzahlen.

Exportoffensive als Antwort

Das Management setzt für 2026 klar auf internationale Expansion. Das offizielle Exportziel liegt bei 1,3 Millionen Fahrzeugen, manche Marktprognosen halten sogar 1,6 bis 1,8 Millionen für möglich. Zuletzt unterzeichnete BYD ein Rahmenabkommen mit Runner Automobiles für die Montage von Fahrzeugen in Bangladesch.

Ob das reicht, um den Margendruck aus dem Heimmarkt zu kompensieren, hängt maßgeblich davon ab, wie sich Handelshemmnisse in Europa und anderen Exportmärkten entwickeln — und ob der Preiskampf in China weiter eskaliert oder sich stabilisiert.

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