BYD Aktie: Rekord mit Schönheitsfehlern
Der chinesische E-Auto-Hersteller BYD meldet einen historischen Absatzrekord und starke Exporte, verzeichnet jedoch erstmals seit Jahren einen deutlichen Gewinneinbruch aufgrund des Preiskampfs.

- Nettogewinn fällt erstmals seit vier Jahren
- Absatzrekord mit 4,6 Millionen Elektrofahrzeugen
- Exporte verdoppeln sich auf über eine Million
- Aktie reagiert positiv auf gemischte Zahlen
BYD hat heute seine geprüften Jahreszahlen für 2025 vorgelegt — und sie erzählen eine Geschichte mit zwei Gesichtern. Lieferrekorde, Exportdurchbruch, Tesla erneut überholt. Und trotzdem: Der Nettogewinn ist zum ersten Mal seit über vier Jahren gesunken.
Preiskampf frisst Margen
Der Nettogewinn fiel 2025 um 19 % auf 32,62 Milliarden Yuan — rund 4,7 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt 35,65 Milliarden Yuan erwartet. Auch beim Umsatz blieb BYD hinter den Prognosen: Mit 803,97 Milliarden Yuan wuchs die Erlösbasis zwar um 3,46 %, reichte aber nicht an die Markterwartungen heran.
Besonders das Schlussquartal war schwach. Der Nettogewinn brach dort um 38 % ein, der Umsatz schrumpfte um rund 14 %. Die Bruttomarge fiel von 19,44 % auf 17,74 % — direktes Ergebnis des anhaltenden Preiskampfs im chinesischen Elektrofahrzeugmarkt, der die gesamte Branche unter Druck setzt. Die Gewinnmarge der chinesischen Autoindustrie insgesamt lag im Januar und Februar 2026 bei nur noch 2,9 %.
Exportdurchbruch und F&E-Offensive
Auf der Absatzseite sieht das Bild deutlich besser aus. BYD verkaufte 2025 insgesamt 4,6 Millionen Elektrofahrzeuge — ein Plus von 7,73 % gegenüber dem Vorjahr. Allein bei reinen Batteriefahrzeugen übertraf BYD mit 2,26 Millionen Einheiten Teslas Auslieferungszahl von 1,64 Millionen deutlich.
Besonders stark war das Exportgeschäft. Die Auslandslieferungen stiegen um 140 % auf 1,05 Millionen Fahrzeuge — erstmals überschritt BYD die Millionenmarke im Export. In Europa legten die Verkäufe im zweiten Halbjahr sogar um 230 % zu, angeführt von Modellen wie dem Seal U und dem Dolphin Surf.
Um die technologische Führungsposition zu halten, erhöhte BYD die Forschungs- und Entwicklungsausgaben um 17 % auf 63,4 Milliarden Yuan. Das Management spricht intern von einer „tiefen Eliminierungsphase“ der Branche, in der technologischer Vorsprung wichtiger wird als weitere Preissenkungen.
Ausblick 2026: Wachstum trotz Gegenwind
Für 2026 peilt BYD bis zu 4,9 Millionen Fahrzeugverkäufe an, davon 1,3 Millionen im Export. Allerdings weitet sich der Preisdruck zunehmend auf internationale Märkte aus: In Australien etwa unterbietete der neu lancierte MG 4 Urban bereits den BYD Dolphin beim Preis — ein Zeichen, dass der Wettbewerb auch außerhalb Chinas schärfer wird.
An der Hongkonger Börse reagierten Anleger heute mit Gelassenheit auf die gemischten Zahlen: Die Aktie stieg um 3,7 % auf 106,5 Hongkong-Dollar. Für das laufende Jahr schlägt der Vorstand eine Abschlussdividende von 0,358 Yuan je Aktie vor.
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