BYD Aktie: Rekordmonat dank Auslandsgeschäft
BYD steigerte den Septemberabsatz weltweit um 16,98 Prozent; kräftige Auslandsgeschäfte glichen rückläufige Verkäufe in China aus.

- Weltweit 463.561 Fahrzeuge verkauft
- Auslandsabsatz steigt um 153,59 Prozent
- Verkäufe in China sinken um 12,97 Prozent
- JPMorgan senkt BYD auf Neutral
Ein boomendes Auslandsgeschäft hat dem chinesischen Elektrofahrzeugbauer BYD den bisher stärksten Verkaufsmonat des laufenden Jahres beschert. Weltweit setzte der Konzern im September 463.561 Fahrzeuge mit alternativem Antrieb ab, was einem Zuwachs von 16,98 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. An den Finanzmärkten sorgten die Absatzzahlen für Rückenwind: Im heutigen Handel legte der Kurs um 2,1 Prozent auf 8,70 Euro zu.
Hinter dem Gesamtwachstum steht eine deutliche Verschiebung der regionalen Absatzströme. Wie Reuters berichtete, fängt der anziehende Export die anhaltende Schwäche auf dem chinesischen Heimatmarkt auf.
Exportboom gleicht Inlandsflaute aus
Das Auslandsgeschäft entwickelte sich dabei zum maßgeblichen Wachstumstreiber des Konzerns. Die Verkäufe von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben außerhalb Chinas kletterten im September im Jahresvergleich um 153,59 Prozent auf 180.700 Einheiten. Demgegenüber stand im Heimatmarkt ein Rückgang der Verkäufe um 12,97 Prozent. Insgesamt entfielen auf Pkw-Modelle 456.713 Einheiten, wovon reine Elektrofahrzeuge den größeren Anteil ausmachten.
Für das Unternehmen gewinnt die internationale Expansion damit weiter an Bedeutung. Während im Inland der intensive Wettbewerb und eine verhaltene Nachfrage die Dynamik dämpfen, erschließt der Hersteller im Ausland zügig zusätzliche Kundenkreise.
JPMorgan mahnt zur Vorsicht
Trotz des jüngsten Monatsrekords blicken Branchenexperten zurückhaltend auf die Rahmenbedingungen. Am Dienstag stufte JPMorgan die Aktie von Übergewichten auf Neutral herab und reduzierte das Kursziel von 124 auf 88 Hongkong-Dollar.
Als Gründe nannte die US-Bank die anhaltende Schwäche des chinesischen Automobilsektors sowie strukturelle Hürden, zu denen neben der schleppenden Inlandsnachfrage und Kostendruck auch handelspolitische Maßnahmen gehören.
Das Management setzt dem Gegenwind eine klare Mehrmarkenstrategie entgegen. Auf einer Investorenveranstaltung bekräftigte die Unternehmensführung die Aufteilung ihres Modellportfolios: Während Dynasty und Ocean den Volumenmarkt abdecken, sind Fangchengbao, Denza sowie die Marke Yangwang für das gehobene und automobile Luxussegment vorgesehen.
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