BYD Aktie: Sicherheitsrisiko-Prüfung?
BYD weist Fernzugriff aus China zurück; Abgeordnete verlangen eine Bewertung möglicher Einschränkungen bei öffentlichen Aufträgen.

- Mehr als zwölf EU-Abgeordnete fordern Risikoprüfung
- BYD bestreitet Fernzugriff aus China
- Quartalsgewinn steigt um 28,08 Prozent
- Auslandslieferungen legen um 102,8 Prozent zu
Mehr als ein Dutzend Mitglieder des Europäischen Parlaments haben die EU-Kommission am Mittwoch aufgefordert, mögliche Sicherheitsrisiken durch BYD-Fahrzeuge zu prüfen. Medienberichten zufolge soll sie auch bewerten, ob Beschränkungen einschließlich eines Ausschlusses von öffentlichen Aufträgen erwogen werden sollten. BYD erklärte, auf Fahrzeuginformationen könne nicht aus China per Fernzugriff zugegriffen werden.
Abgeordnete verlangen Bewertung möglicher Beschränkungen
Die Forderung der Abgeordneten richtet sich damit auch auf den Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen. Sie verlangen eine Bewertung, ob entsprechende Einschränkungen in Betracht kommen sollten, nicht deren unmittelbare Einführung.
Einen Tag zuvor erhielt BYD nach Unternehmensangaben eine internationale Markenauszeichnung: Bei den World Branding Awards 2026–2027 wurde das Unternehmen in der Automobilkategorie zur globalen Marke des Jahres gekürt.
Gewinn und Absatz liefern den Geschäftskontext
Medienberichten zufolge erzielte BYD im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 221,5 Milliarden RMB. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 28,08% auf 10 Milliarden RMB.
Über die ersten neun Monate fiel die Gewinnentwicklung dagegen schwächer aus. Bei einem Umsatz von 566,3 Milliarden RMB sank der Nettogewinn um 4,24% auf 22,3 Milliarden RMB.
Beim vor gut einer Woche gemeldeten Oktoberabsatz verzeichnete BYD laut Reuters einen Zuwachs im Geschäft mit Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Der Absatz stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,97% auf rund 490.000 Fahrzeuge.
Die Auslandslieferungen erreichten dabei rund 170.000 Fahrzeuge und lagen damit um 102,8% über dem Vorjahreswert. Von Januar bis Oktober blieb der gesamte Absatz allerdings mit rund 3,6 Millionen Fahrzeugen um 2,16% unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.
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