BYD Aktie: Stella Li verhandelt Fabrik-Übernahmen mit Stellantis
Der chinesische E-Auto-Hersteller BYD strebt die Übernahme ungenutzter Werke in Europa an, um Zölle zu umgehen und die lokale Produktion auszubauen.

- Gespräche mit Stellantis über Werke
- Volle Kontrolle statt Joint Venture
- Ungarn startet Probeproduktion
- Aktie verliert trotz Erfolgen
Der chinesische Elektroauto-Riese BYD ändert seine Europa-Strategie. Statt nur Fahrzeuge zu importieren, will der Konzern nun ungenutzte Fabriken europäischer Hersteller übernehmen. Das Ziel: eine lokale Produktion in Eigenregie.
Gespräche mit Stellantis
Vizepräsidentin Stella Li bestätigte entsprechende Verhandlungen am Rande einer Konferenz in London. BYD spricht demnach mit Stellantis und weiteren Autobauern. Italien steht dabei weit oben auf der Prioritätenliste.
Stellantis kämpft in Europa mit massiven Überkapazitäten. Rund 30 Prozent der Produktionsanlagen arbeiten unrentabel oder stehen still. Dazu zählen Standorte in Italien, Frankreich und Deutschland.
Volle Kontrolle statt Joint Venture
Einen Haken gibt es für potenzielle Partner. BYD lehnt Joint Ventures strikt ab. Der Konzern fordert die volle operative Kontrolle über die Werke. Li betonte, man wolle niemanden um Erlaubnis fragen müssen.
Diese Strategie folgt einer klaren Logik. Produziert BYD innerhalb der EU, umgeht das Unternehmen die hohen Einfuhrzölle. Brüssel hatte diese Abgaben im Jahr 2024 auf bis zu 35 Prozent angehoben. Parallel dazu prüft BYD den Kauf angeschlagener europäischer Automarken.
Wachsendes Europa-Geschäft
Der Ausbau der europäischen Präsenz läuft bereits auf Hochtouren. In Ungarn startete kürzlich die Probeproduktion. Bis Ende 2026 soll zudem ein milliardenschweres Werk in der Türkei eröffnen. Gekaufte Fabriken würden diesen Aufbau deutlich beschleunigen.
Die internationale Expansion liefert messbare Ergebnisse. Im April verkaufte BYD im Ausland 135.000 Fahrzeuge. Das entspricht einem Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Großbritannien hat BYD in diesem Jahr bereits Tesla und alle europäischen Marken überholt.
Aktie unter Druck
Trotz der operativen Erfolge zeigt sich die Börse skeptisch. Die in Hongkong gelisteten BYD-Aktien verloren in der vergangenen Woche fast neun Prozent an Wert. Zuletzt notierte das Papier bei knapp 98 Hongkong-Dollar.
Die kommenden Wochen bringen nun Klarheit. BYD muss die laufenden Fabrik-Gespräche in verbindliche Verträge umwandeln. Gelingt dies, verschärft sich der Konkurrenzkampf für die etablierten europäischen Hersteller direkt vor ihrer Haustür.
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