BYD Aktie: Szijjártó startet am 15. Juli

Péter Szijjártó wird für Außenbeziehungen und neue Geschäftsfelder bei BYD verantwortlich. Der Schritt unterstreicht die enge Partnerschaft zwischen China und Ungarn im E-Auto-Sektor.

Die Kernpunkte:
  • Spitzenpolitiker wechselt zu BYD
  • Aufbau neuer Geschäftsfelder geplant
  • BYD-Aktie legt deutlich zu
  • Europäisches Werk in Szeged

Ein Spitzenpolitiker verlässt das Parlament und wechselt zu einem chinesischen Autobauer. Péter Szijjártó, bis Mai Ungarns Außenminister, übernimmt bei BYD eine Führungsrolle. Der Schritt zeigt, wie eng China und Ungarn im Geschäft mit Elektroautos inzwischen verzahnt sind.

Ab dem 15. Juli 2026 verantwortet Szijjártó bei BYD die Außenbeziehungen des Konzerns. Zusätzlich soll er neue Geschäftsfelder aufbauen. Für den Wechsel legte er sein Mandat in der ungarischen Nationalversammlung nieder, dem er seit 2002 angehörte.

Szijjártó selbst nannte die neue Position „hochprestigeträchtig“. Er verwies auf BYDs Erfolge in der Autoindustrie und die weltweite Führungsrolle des Konzerns bei neuen Energiefahrzeugen.

Ungarn als Sprungbrett nach Europa

Der Personalwechsel fügt sich in eine längere Geschichte ein. BYD hat 2024 in Szeged den Grundstein für sein erstes europäisches Werk gelegt. Im vergangenen Jahr folgte eine Kooperationsvereinbarung mit der ungarischen Regierung.

Diese sieht ein europäisches Hauptquartier sowie ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Budapest vor. Mit Szijjártó holt sich BYD nun einen Mann an Bord, der die politischen Kanäle nach Brüssel und Peking aus eigener Erfahrung kennt.

Kurs zieht deutlich an

An der Börse läuft es für BYD zuletzt gut. Die Hongkonger H-Aktie kletterte am 16. Juli um 4,6 Prozent und liegt im Juli kumuliert über 20 Prozent im Plus — gegen den allgemeinen Markttrend, der von Rückgängen geprägt war.

Aktuell notiert das Papier bei 9,97 Euro. Zum 52-Wochen-Hoch von 14,80 Euro aus dem Juli 2025 fehlen damit noch rund 33 Prozent. Vom Jahrestief bei 8,03 Euro, erst Ende Juni erreicht, hat sich die Aktie bereits gut 24 Prozent nach oben abgesetzt.

Die Personalie fällt in eine Phase, in der BYD seine globalen Ambitionen weiter schärft. Vize-Präsidentin Stella Li hat das Ziel ausgegeben, Toyota innerhalb von fünf Jahren als weltweit größten Autoverkäufer abzulösen. Der Wachstumsplan setzt auf organische Expansion in Europa, Lateinamerika, Südostasien und Australien — bewusst ohne den US-Markt für Personenwagen. Mit kumuliert 17 Millionen produzierten New-Energy-Fahrzeugen hat der Konzern dafür bereits eine breite industrielle Basis.

Anzeige

BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 17. Juli liefert die Antwort:

Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu BYD